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Erste Urlaubsreise nach Irland im Jahr 2002 (Teil 1)
von Heidi und Werner Freitag

Quigley's MarinaVorgeschichte
Dieses Jahr sollte der Urlaub mal was besonderes werden. Wir, das sind Heidi und Werner Freitag aus Sonneberg in Thüringen hatten uns deshalb Irland ausgewählt. Wir waren schon in Norwegen, wo es uns gut gefiel, so gut daß wir noch ein zweites mal hingefahren sind und die Nordkaptour steht in Zukunft auch auf dem Programm. Irland ist meist flach, im Gegensatz zu Norwegen, wo die hohen Berge direkt bis ins Meer abfallen. Die Neue Landschaft zu ergründen reizte uns.

Erste Informationen wurden im Internet gesammelt. Interessante Reiseberichte gelesen und dann blieben wir bei Shannon-Info.de hängen. Keine andere Internetsite hat uns so informiert. Es war März und hohe Zeit zu buchen. Unsere Wahl für den ersten Kontakt fiel auf ein kleines Sedan-Boot, handlich genug um zu zweit zu manövrieren und groß genug um behaglich auch ein paar Regentage zu überstehen. Die Auswahl fiel schwer, aber die besten Kritiken hatte Waveline Cruisers und so entschieden wir uns für eine Waveduke. Die Buchung erfolgte über Shannon-Travel.de und die Bestätigung per email erhielten wir bereits nach ein paar Stunden. Dann dauerte es einige Zeit, bis die Buchungsbestätigung im Briefkasten steckte.

Nun begann die Vorbereitung erst richtig. War es bisher ein Wunschtraum, wurde es mit der bestätigten Buchung Realität. Stevie riet uns Aer Lingus zu nehmen, da der Preisvorteil von Ryanair bei unseren Reisevorstellungen schnell durch zusätzliche Übernachtung und evtl. Übergepäck aufgebraucht wäre. Also bei Aer Lingus den Flug gebucht. Auf ein Sonderangebot zu warten hatten wir nicht die Lust, auch aus Angst, daß der Termin dann ausgebucht ist. Die Reisekostenrücktrittsversicherung machte noch Probleme, da sie nur bis 10 Tage nach der Buchung abschließbar ist, aber unsere Versicherungsagentur klärte das. Zur Vorbereitung gehört auch Literatur, wir besorgten uns die Shannon Guide von Rüdiger Steinacher und auch die CD von Peter.

WavedukeDie Vorfreude war groß und wir benutzten jede freie Minute um uns mit dem Revier und den notwendigen Handgriffen vertraut zu machen. So wie es uns die alten Hasen vorschlugen haben wir Knoten geübt. Der Palstek ging locker von der Hand, auch Webleinenstek und Klampe belegen war uns geläufig. Kreuzknoten, Slipstek und Schotstek kannten wir schon. Der Tag des Abfluges rückte immer näher und die Ausrüstungsliste wurde immer konkreter. Dann wurde gepackt.

22. Juni - Start

Pünktlich um 4:00 Uhr starteten wir mit Heidis kleinem Auto. Wir erreichten den P&R-Parkplatz am S-Bahnhof Offenbach-Ost und stellten das Auto dort ab. Mit dem ganzen Gepäck beladen ging es zur S-Bahn. Am Flughafen angekommen begaben wir uns zum Aer Lingus Schalter, obwohl 3 Stunden bis zum Abflug Zeit waren, konnten wir bereits einchecken. 2kg Übergepäck wurden hingenommen und das Handgepäck ignoriert. Wir liefen noch etwas auf und ab und landen in der Cafeteria. Dann wurde unser Flug aufgerufen.

Check-in und ab in den Flieger. In freudiger Erwartung verging der Flug rasch. Das Mineralwasser erwies sich als ausgenommen friedlich und Werner bekam sogar Tee, Heidi trank Kaffee. Mit Verspätung kamen wir in Dublin an und warteten auf das Gepäck und das dauert... Endlich, als alle vier Teile da waren kam der nächste Schreck: Der Trolley war kaputt, ein Rad hat den Reifen verloren. Also durchgefragt bis zum Office und zusammen mit anderen Geschädigten gewartet, bis der freundliche Beamte uns dran nimmt. Das Rad kann er nicht wieder beschaffen, aber zum Trost zaubert er ein Trolley-Gestell aus einem Nebenraum herbei. Unbürokratisch war so der Schaden behoben. Nur noch die Tasche auf das Gestell gebaut und wo ist nun unser Fahrer? Wir liefen etwas herum und fanden am Meeting-Point den schon sichtlich nervösen Chauffeur. Kurze Erklärung und ab ging es zum Bus. Schnell war das Gepäck im Anhänger verschwunden und wir saßen bei den anderen im Bus.

In Irland gibt es scheinbar nur Schleichwege, zumindest fuhr unser Busfahrer ständig auf schmalen Straßen durch kleine Dörfer. Hier hatten wir den ersten Eindruck von der Irischen Landschaft und waren begeistert. Nach 2 Stunden Fahrt erreichten wir Killinure Point. Kaum hatten wir unser Gepäck in einen Handwagen geladen, ging es auch schon zum Schiff. Die Einweisung machte Norbert. Nach einigen technischen Erklärungen mußte Werner ablegen und das Schiff fahren. Heidi machte die Leinen los und Norbert erklärte ihr, daß sie das Seil in der Hand behalten soll, damit Werner nicht abhaut. Es ging gleich raus auf den Lough Ree und da waren die Wellen und der Wind ganz schön heftig. Bei der Fahrt gegen den Wind hatten die Scheibenwischer viel zu tun, obwohl es gar nicht regnete. Wieder zurück an der Marina wurde anlegen geübt, erst parallel zum Steg, dann rückwärts (römisch-katholisch) Norbert verkündete: "Prüfung bestanden!" Wir sind eine Bootsmannschaft.

Nun wurden erst einmal alle Sachen verstaut, das dauert... Eigentlich hatte Norbert uns empfohlen, heute noch nach Athlone zu fahren aber dazu ist es dann doch zu spät. Wir machten noch eine kleine Runde in den Inner Lakes und legen ohne fremde Hilfe wieder an. Werner schaffte noch die leeren Koffer zu Sven und damit war der offizielle Teil beendet. Glücklich über unsere Erfolge beschließen wir Abendbrot in den Killinure-Chalets zu essen. Es wird ein uriger Abend, wir treffen viele nette Leute, die so erfrischend unkompliziert sind. Nach je zwei Pints Guinness und einem kräftigen Essen gehen wir zufrieden und mit der nötigen Bettschwere aufs Schiff. Schnell noch Tagebuch geschrieben und ab in die Falle.

23. Juni - Athlone

Wir standen nach unserer ersten Nacht um 8:00 Uhr auf, Heidi hat gut geschlafen, Werner schlief wie ein Murmeltier, waren wohl die Guinness dran schuld. Zum Frühstück gab es nur Tee und dann ging es ab nach Athlone. Das Ablegen klappte schon besser und los ging es auf den Lough Ree. Hinter uns fuhr noch ein weiteres Boot. Die Bojen bei Hare Island waren kein Problem, Werner gab etwas mehr Gas, weil das andere Boot doch schon sehr nahe war. Besser man hat etwas Abstand und kann beruhigter navigieren. Schon ging es los, die nächste Boje war nicht zu sehen und weil wir die Gegend nicht kannten wurden wir nervös. Ist der Kurs noch richtig? Die anderen folgten brav in unserem Kielwasser. Endlich sichteten wir die schwarze Boje und sind beruhigt, denn der Kurs war prima.

Bis Athlone ging es den immer enger werdenden River Shannon hinunter. Auf der Suche nach dem öffentlichen Anleger landeten wir um ein Haar in der Jolly Mariner Marina, aber wir fuhren erst mal weiter und das ist gut so. Nach der Eisenbahnbrücke sahen wir den Anleger. Werner wollte in die Steganlage hineinfahren kam aber wegen der starken Strömung etwas zu weit Flußabwärts, also legten wir außen an. Das klappte besser als erwartet. Hinter uns lag die Sunflower, auch ein Waveline Boot. Wir zogen uns um, machten den Trolley fertig und gingen los. Am Ausgang der Marina ist eine Info-Karte. Wir schauten uns die an und beschlossen zum 'Golden Island Shoppingcenter' zu laufen. der erste Regen zwang uns in die Regenjacken.

Am öffentlichen Anleger  in AthloneAthlone machte einen gemütlichen Eindruck, nur die links fahrenden Autos irritierten uns etwas. Im Einkaufscenter angekommen staunten wir, weil der Parkplatz so leer war. Wir gingen hinein und zogen als erstes die Regenjacken aus, die im Trolley verschwanden. Die Geschäfte in der Passage hatten alle noch zu, aber ein paar Leute liefen außer uns rum. Der TESCO-Supermarkt war geöffnet, wir hinein. An der Information fragte Werner was mit dem Trolley ist: "No Problem." Wir nahmen ihn mit in den Markt. Der erste Eindruck eines irischen Geschäftes: Alles war etwas anders, aber ähnlich wie daheim. Unser Wagen füllte sich, bis Werner sagte: "Das muß reichen, sonst bekommen wir das Zeug nicht in den Trolley. Also zur Kasse und bezahlt - 76 Euro zeigt die Kasse, geht noch für die Menge. Kaum waren wir aus dem Markt wieder draußen, schlug das irische Wetter zu, wie wenn es auf uns gewartet hätte wurden die trockenen Straßen wieder richtig abgespült und wir auch. Die Regenjacken hatten die erste Bewährung zu bestehen.

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(c) 2002, Stefan Kupner