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Lecarrow, Camlin und Lough Allen - Nebenstrecken am Shannon (4)
von Rudi Brücker

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Der Ort Drumsna gibt nicht viel her; er hat zwei Pubs mit Billardtischen, ein Lebensmittelgeschäft und ist ansonsten recht öde, im Hafen kann man aber wunderbar grillen und angeln, ausserdem hat man die Möglichkeit mit dem Dinghi weiter dem Flusslauf des Shannon zu folgen. Bei der Brückendurchfahrt von Drumsna sollte man aber unbedingt darauf achten, den mittleren der 7 Brückenbögen zu benutzen, da die anderen Durchfahrten sehr flach und unter Wasser auch sehr steinig sind, diese Tatsache hat schon des Öfteren zu Schäden (leider in früheren Jahren auch bei mir) am Dinghi bzw. am Aussenbordmotor geführt. Nach der Brückendurchfahrt wird man allerdings mit einem wunderschönen Teil des Shannon entschädigt, der auch herrlich zu beangeln ist.


Anleger bei Drumsna

Unser Urlaub neigte sich dem Ende zu und endlich wurde das Wetter besser. Auf unserem Weg Richtung Rooskey machten wir einen ausgedehnten Abstecher in die Loughs Grange und Kilglass. Auf dem Lough Bofin folgt man der Hauptroute bis ca. zur Mitte des Sees. Anschliessend hält man Ausschau nach einem Bojenpaar (rot und schwarz) auf der rechten Seite des Sees. Man vermutet eigentlich nicht, dass sich hinter dieser kleinen, leicht zu übersehenden Einfahrt noch so viel wunderschöne Fahrstrecke befindet. Am Ende des Lough Carnadoe zweigt der Grange Lough nach rechts ab. Abgesehen davon, dass sich hier eine wunderschöne Landschaft erstreckt, die auch gute Angelmöglichkeiten bietet, gibt es am Ende des Sees ein Pub mit Anlegemöglichkeit. Hier kann man auch ( auf Nachfrage!) sehr leckere Sandwiches für wenig Geld bekommen.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher durch den Carrigeen Cut (man sollte hier ganz besonders langsam durchfahren und ins Wasser schauen; aufgrund der Tatsache, dass hier teilweise Sandstein als Untergrund ist, kann man hier unter Wasser alles wie in einem Aquarium sehen, sicherlich ist man erstaunt, wie klar das Wasser des Shannon ist was man sonst, aufgrund des dunklen Untergrundes nicht so wahrnimmt!) in den Kilglass Lough. Dieser Abstecher wurde mit einem stattlichen Hecht belohnt. Weiter ging es bis Rooskey wo wir übernachteten.

Den Rückweg setzten wir am nächsten Morgen bei strahlendem Sonneschein fort. Wir entschieden uns dazu auf dem Rückweg nicht durch den Camlin River zu fahren sondern die normale Strecke über Tarmonbarry zu nehmen. In Tarmonbarry ist eine Brücke, die für grössere Boote geöffnet werden muss, eine Schleuse ist ebenfalls zu bewältigen. Tarmonbarry ist ein wunderschöner kleiner Ort mit allen Annehmlichkeiten (man kann hier Essen, Billard spielen oder in einem der zahlreichen Pubs einfach nur ein Pint geniessen). Von einer Übernachtung in Tarmonbarry an den Anlegern zwischen der Schleuse und der Brücke kann ich nur abraten, da das Boot aufgrund der vielen Bäume morgens voller Blätter ist; ebenso werden Mücken geradezu magisch von der Vegetation angezogen, was auch nicht gerade angenehm ist. Nach der Schleuse ging es gemütlich Richtung Lanesborough und anschliessend wurde bei wunderschönem Wetter der Lough Ree überquert.

Wir entschieden uns dafür auch auf dem Rückweg in Lecarrow zu übernachten, da wir uns für diesen Abend mit irischen Freunden dort verabredet hatten.


Der Hafen von Lecarrow

Der Abend wurde sehr gemütlich (und wieder mal entsprechend lang; wie die Iren am nächsten Tag zur Arbeit kommen ist mir bis heute, trotz mehrjähriger Irlanderfahrung, ein Geheimnis geblieben!).

Bei glücklicherweise wieder herrlichem Wetter wurde am nächsten Morgen der Rest des Lough Ree in Angriff genommen und wir machten erneut Station in Athlone. Nach einem Bummel durch die wunderschöne Altstadt (auf der Seite der Burg!) besuchten wir Sean´s Pub, dass sich rühmt, eines der ältesten Pubs Irlands zu sein. Dieses Pub ist sehr "ursprünglich und man sollte sich nicht über das Sägemehl auf dem Boden wundern. Man findet Sean´s Pub kurz vor der Schleuse in Athlone (wenn nicht, einfach fragen, kennt jeder!) und ein Besuch lohnt sich allemal!

Unsere weitere Fahrt brachte uns bis nach Shannonbridge, wo wir aufgrund der späten Ankunft nur einen Anlegeplatz in dem anfangs erwähnten Kanal fanden. Der Abend wurde bei einem wunderschönen Sonnenuntergang mit angeln und einem guten Glass Whiskey beendet.


Stichkanal bei Shannonbridge

Am letzten kompletten Tag auf dem Boot zeigte sich das irische Wetter noch einmal von seiner schönsten Seite mit herrlichem Sonnenschein bei leichtem, kühlenden Wind. Der neue Streckenabschnitt, von Shannonbridge auf dem River Suck nach Ballinasloe war für diesen Tag fest eingeplant. Die Strecke ist wunderschön zu fahren, nach ca. 1,5 Std. ist eine Schleuse zu bewältigen und nach weiteren 15 Min. (jeweils gemütliche Fahrweise!) erreicht man den neuen Hafen von Ballinasloe. In diesem Hafen finden ca. 22 Boote eine Übernachtungsmöglichkeit!

Wir waren bereits in früheren Jahren einmal in Ballinasloe gewesen und hatten diesen Ort als nicht so angenehm in Erinnerung, mussten bei unserem jetzigen Besuch diesen Eindruck aber revidieren, die Altstadt machte einen sauberen und gemütlichen Eindruck, Einkaufs- und Essmöglichkeiten sind vorhanden und auch eine der Pubs machten einen vielversprechenden Eindruck.
Nach ausgiebigem Stadtbummel gingen wir zurück zum Hafen und machten uns auf unsere allerletzte Etappe zurück nach Banagher.

Wir erreichten Banagher am späten Nachmittag und machten uns, nach dem obligatorischen Tanken durch das Personal von SilverLine, an die wohl schlimmste Aufgabe des Urlaubs, dem Kofferpacken. Der Abend klang nach einem ausgiebigen Mahl im Shannon Hotel in der Railway Bar bei einigen sehr leckeren "Irish Coffee" aus.

Am nächsten Morgen brachte uns der von der Marina arrangierte Transfer zum Shannon Airport und uns war vollkommen klar, dass wir diese Strecke spätestens im nächsten Jahr in anderer Richtung glücklich geniessen werden.

(c) 2001, Text: Rudi Brücker, Fotos: Rudi Brücker, Stefan Kupner
Alle Rechte vorbehalten.


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