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Der Ort
Drumsna gibt nicht viel her; er hat zwei Pubs mit Billardtischen,
ein Lebensmittelgeschäft und ist ansonsten recht öde,
im Hafen kann man aber wunderbar grillen und angeln, ausserdem hat
man die Möglichkeit mit dem Dinghi weiter dem Flusslauf des
Shannon zu folgen. Bei der Brückendurchfahrt von Drumsna sollte
man aber unbedingt darauf achten, den mittleren der 7 Brückenbögen
zu benutzen, da die anderen Durchfahrten sehr flach und unter Wasser
auch sehr steinig sind, diese Tatsache hat schon des Öfteren
zu Schäden (leider in früheren Jahren auch bei mir) am
Dinghi bzw. am Aussenbordmotor geführt. Nach der Brückendurchfahrt
wird man allerdings mit einem wunderschönen Teil des Shannon
entschädigt, der auch herrlich zu beangeln ist.

Anleger
bei Drumsna
Unser Urlaub
neigte sich dem Ende zu und endlich wurde das Wetter besser. Auf
unserem Weg Richtung Rooskey machten wir einen ausgedehnten Abstecher
in die Loughs Grange und Kilglass. Auf dem Lough Bofin folgt man
der Hauptroute bis ca. zur Mitte des Sees. Anschliessend hält
man Ausschau nach einem Bojenpaar (rot und schwarz) auf der rechten
Seite des Sees. Man vermutet eigentlich nicht, dass sich hinter
dieser kleinen, leicht zu übersehenden Einfahrt noch so viel
wunderschöne Fahrstrecke befindet. Am Ende des Lough Carnadoe
zweigt der Grange Lough nach rechts ab. Abgesehen davon, dass sich
hier eine wunderschöne Landschaft erstreckt, die auch gute
Angelmöglichkeiten bietet, gibt es am Ende des Sees ein Pub
mit Anlegemöglichkeit. Hier kann man auch ( auf Nachfrage!)
sehr leckere Sandwiches für wenig Geld bekommen.
Auf dem Rückweg
machten wir noch einen Abstecher durch den Carrigeen Cut (man sollte
hier ganz besonders langsam durchfahren und ins Wasser schauen;
aufgrund der Tatsache, dass hier teilweise Sandstein als Untergrund
ist, kann man hier unter Wasser alles wie in einem Aquarium sehen,
sicherlich ist man erstaunt, wie klar das Wasser des Shannon ist
was man sonst, aufgrund des dunklen Untergrundes nicht so wahrnimmt!)
in den Kilglass Lough. Dieser Abstecher wurde mit einem stattlichen
Hecht belohnt. Weiter ging es bis Rooskey wo wir übernachteten.
Den Rückweg
setzten wir am nächsten Morgen bei strahlendem Sonneschein
fort. Wir entschieden uns dazu auf dem Rückweg nicht durch
den Camlin River zu fahren sondern die normale Strecke über
Tarmonbarry zu nehmen. In Tarmonbarry ist eine Brücke, die
für grössere Boote geöffnet werden muss, eine Schleuse
ist ebenfalls zu bewältigen. Tarmonbarry ist ein wunderschöner
kleiner Ort mit allen Annehmlichkeiten (man kann hier Essen, Billard
spielen oder in einem der zahlreichen Pubs einfach nur ein Pint
geniessen). Von einer Übernachtung in Tarmonbarry an den Anlegern
zwischen der Schleuse und der Brücke kann ich nur abraten,
da das Boot aufgrund der vielen Bäume morgens voller Blätter
ist; ebenso werden Mücken geradezu magisch von der Vegetation
angezogen, was auch nicht gerade angenehm ist. Nach der Schleuse
ging es gemütlich Richtung Lanesborough und anschliessend wurde
bei wunderschönem Wetter der Lough Ree überquert.
Wir entschieden
uns dafür auch auf dem Rückweg in Lecarrow zu übernachten,
da wir uns für diesen Abend mit irischen Freunden dort verabredet
hatten.
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Der Hafen
von Lecarrow
Der Abend
wurde sehr gemütlich (und wieder mal entsprechend lang; wie
die Iren am nächsten Tag zur Arbeit kommen ist mir bis heute,
trotz mehrjähriger Irlanderfahrung, ein Geheimnis geblieben!).
Bei glücklicherweise
wieder herrlichem Wetter wurde am nächsten Morgen der Rest
des Lough Ree in Angriff genommen und wir machten erneut Station
in Athlone. Nach einem Bummel durch die wunderschöne Altstadt
(auf der Seite der Burg!) besuchten wir Sean´s Pub, dass
sich rühmt, eines der ältesten Pubs Irlands zu sein.
Dieses Pub ist sehr "ursprünglich und man sollte sich
nicht über das Sägemehl auf dem Boden wundern. Man findet
Sean´s Pub kurz vor der Schleuse in Athlone (wenn nicht,
einfach fragen, kennt jeder!) und ein Besuch lohnt sich allemal!
Unsere weitere
Fahrt brachte uns bis nach Shannonbridge, wo wir aufgrund der
späten Ankunft nur einen Anlegeplatz in dem anfangs erwähnten
Kanal fanden. Der Abend wurde bei einem wunderschönen Sonnenuntergang
mit angeln und einem guten Glass Whiskey beendet.

Stichkanal
bei Shannonbridge
Am letzten
kompletten Tag auf dem Boot zeigte sich das irische Wetter noch
einmal von seiner schönsten Seite mit herrlichem Sonnenschein
bei leichtem, kühlenden Wind. Der neue Streckenabschnitt,
von Shannonbridge auf dem River Suck nach Ballinasloe war für
diesen Tag fest eingeplant. Die Strecke ist wunderschön zu
fahren, nach ca. 1,5 Std. ist eine Schleuse zu bewältigen
und nach weiteren 15 Min. (jeweils gemütliche Fahrweise!)
erreicht man den neuen Hafen von Ballinasloe. In diesem Hafen
finden ca. 22 Boote eine Übernachtungsmöglichkeit!
Wir waren
bereits in früheren Jahren einmal in Ballinasloe gewesen
und hatten diesen Ort als nicht so angenehm in Erinnerung, mussten
bei unserem jetzigen Besuch diesen Eindruck aber revidieren, die
Altstadt machte einen sauberen und gemütlichen Eindruck,
Einkaufs- und Essmöglichkeiten sind vorhanden und auch eine
der Pubs machten einen vielversprechenden Eindruck.
Nach ausgiebigem Stadtbummel gingen wir zurück zum Hafen
und machten uns auf unsere allerletzte Etappe zurück nach
Banagher.
Wir erreichten
Banagher am späten Nachmittag und machten uns, nach dem obligatorischen
Tanken durch das Personal von SilverLine, an die wohl schlimmste
Aufgabe des Urlaubs, dem Kofferpacken. Der Abend klang nach einem
ausgiebigen Mahl im Shannon Hotel in der Railway Bar bei einigen
sehr leckeren "Irish Coffee" aus.
Am nächsten
Morgen brachte uns der von der Marina arrangierte Transfer zum
Shannon Airport und uns war vollkommen klar, dass wir diese Strecke
spätestens im nächsten Jahr in anderer Richtung glücklich
geniessen werden.
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