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Lecarrow, Camlin und Lough Allen - Nebenstrecken am Shannon (2)
von Rudi Brücker

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Unsere nächste Tagesreise führte durch den verträumten Camlin River bis zur Einmündung in den Shannon. Dieser wunderschöne Streckenabschnitt führt durch eine der "verträumtesten" Stücke Irlands. Leider habe ich wiederholt feststellen müssen, dass einige Bootsführer sich anscheinend nicht darüber im Klaren sind, dass mit zu hoher Geschwindigkeit, gerade an den engen Stellen der Wasserwege, enorme Schäden durch die Heckwellen in der Ufervegetation verursacht werden und ich möchte hier einmal darauf hinweisen, dass man sich dadurch ein Urlaubsparadies, wie es nur wenige gibt, zerstört!!
Zu Beginn des Lough Forbes endet dieser schöne "Umweg" wieder im Flusslauf des Shannon und wir setzten unsere Fahrt in Richtung Norden nach Rooskey fort.


Schleuse bei Clondara

Der Schleusenvorgang in Rooskey ist immer wieder ein Erlebnis, da der Schleusenwärter Tony Hudson das "Schleusen" als eine Art "Nebenbeschäftigung" auffasst; vielmehr vertreibt er den Bootsbesatzungen die Zeit als Entertainer und hier ist er wirklich spitze. Tony ist zwar manchesmal aufgrund seines Dialektes schwer zu verstehen aber in dieser Schleuse geht es immer sehr lustig zu.

In Rooskey sind in den letzten Jahren eine ganze Reihe neuer Jettys gebaut worden, sodass der Mangel an Anlegern zum grössten Teil behoben ist. Zur Übernachtung oder zur Essensaufnahme lohnt ein Aufenthalt in Rooskey aber immer. Zur Zeit ist das "Cruisers Inn" (Stromaufwärts links der Brücke) geschlossen, da der Besitzer zurück in seine Heimat Neuseeland gezogen ist. Es war aber zu erfahren, dass dieses Pub mit Essmöglichkeit bald wieder eröffnet werden soll. Das "Weir Lodge" (stromaufwärts rechts der Brücke ) bietet gar keine Essmöglichkeiten mehr, aber das "Key West Hotel" bietet sich als Alternative an. Ein chinesisches Fast-Food Restaurant ist ebenso eröffnet worden (stromaufwärts links der Brücke, ca. 5 Minuten zu Fuss).

Am nächsten Morgen starteten wir zu unserem Trip nach Jamestown. Die Strecke führt aus Rooskey heraus durch zwei mittlere Seen (Lough Bofin und Lough Boderg ). Vom eigentlichen Verlauf des Shannon führt kurz vor Drumsna ein Kanal nach Jamestown. Dieser Kanal ist nötig, da der Shannon selbst zwischen Jamestown und Drumsna nicht schiffbar ist. Zu Beginn des Kanals muss man durch die Albert Lock. Die gesamte Anlage um die Schleuse herum ist immer wieder sehenswert, da der Schleusenwärter Michael Bourke besonderen Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild legt. Am Ende des Kanals kann man sowohl links Richtung Carrick-on-Shannon als rechts nach Jamestown fahren.

Die Strecke nach Jamestown ist noch ca. 500 m; eine Brücke gibt hier das Ende des schiffbaren Shannon an. Links vor der Brücke gibt es für ca. 5 Boote Platz zum anlegen. Wir entschlossen uns, hier zu übernachten, auch deshalb, weil hier Schleie und Hechte recht gut beissen! Nach einem Fussmarsch von ca. 5 Minuten erreichten wir das kleine, verschlafene Dörfchen. In Jamestown befinden sich zwei Pubs, davon einer mit Essmöglichkeit. Wenn man am Ortsausgang durch den die Strasse überspannenden Torbogen geht ist auf der rechten Seite eine Einfahrt zu einem B & B; der Eigentümer hat auch einen sehr gut sortierten Angelladen und ist immer zu einem ausführlichen Gespräch über Köder und Methoden des Angeln bereit. Sollte der Laden geschlossen sein, einfach am Wohnhaus anschellen.


Tony, der Schleusenwärter von Roosky

Der folgende Tag überraschte uns (allerdings auch die meissten Iren) mit herrlichem Sonnenschein. Unsere knapp 2 stündige Fahrt führte uns nach Carrick-on-Shannon. Carrick ist sicherlich einer der schönsten Orte am Shannon, gross genug um alles was man braucht zu bekommen, trotzdem immer noch ein wenig "verschlafen" was sich allerdings in den letzten Jahren schon ein bisschen verändert hat. Überhaupt war auf dieser Reise zu bemerken, dass ganz Irland wie aus einem langen Schlaf erwacht zu sein schien, überall wurde rege gebaut, selbst ältere Häuser wurden neu gestrichen und alle Orte (nicht nur am Shannon) scheinen die "Sauberkeit" entdeckt zu haben.

Nach einem Lunch und zwei Pints Guinness in einem der zahlreichen Pubs fuhren wir weiter Richtung Norden. Ca 10 Minuten hinter Carrick zweigt nach links der River Boyle ab; wir folgten aber dem Verlauf des Shannon und legten nach ca. 1,5 Stunden in Leitrim vor der Brücke an. Leitrim ist der letzte Ort bevor es auf den Shannon-Erne-Kanal geht.

Man kann vor der Brücke rechts (ca. 4-5 Boote) oder nach der Brücke links (ca. 10 Boote) anlegen. Sanitäre Anlagen (WC und Duschen) sind vorhanden und in gutem Zustand. Der kleine Hafen nach der Brücke rechts ist privat und steht somit offiziell nicht zur Verfügung.


Boyle River

In Leitrim gibt es einen Lebensmittelladen für das Nötigste und einige Pubs zum Teil mit Essmöglichkeit. Von unserer Anlegestelle bis zur "17. Schleuse" des Shannon-Erne-Kanals sind es ca. 30 Sekunden Fussweg. Zur Erklärung sollte man wissen, dass die Schleusen im Shannon-Erne-Kanal von der Erne an bei 1 beginnend gezählt werden. Der Kanal hat insgesamt 16 Schleusen wobei die 16. Schleuse kurz vor Leitrim liegt. David McCarthy, der Inhaber des Pubs, dass gleich neben der Anlegestelle liegt, hat sein (in früheren Jahren "etwas heruntergekommenes") Pub im April 2001 komplett renoviert (sehr gelungen, sollte unbedingt besucht werden!) und in "Lock 17" umgetauft.

Nach einem amüsanten Abend in der "17. Schleuse" haben wir uns gegen 23:00 Uhr zu unserem Boot zurückbegeben.
Nach Sonnenschein folgt Regen und so war das Wetter an nächsten Morgen "irisch". Wir entschieden uns für einen Abstecher zum Acres Lake. Der Weg dorthin führt durch einen schmalen Kanal (für Boote die über 3,70 Meter breit sind, nicht möglich!!!) parallel zum eigentlichen Flusslauf des Shannon. Von Leitrim aus in Richtung Carrick-on-Shannon zweigt nach ca. 300 Metern der Shannon nach rechts ab. Nach weiteren ca. 500 Metern kommt man zur ersten Schleuse, anschliessend hat man ziemlich exakt 30 Minuten Fahrt vor sich bis zur zweiten Schleuse und dann noch einmal 30 Minuten bis zum Acres Lake.


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