Donnerstag,
31.08.00:
In der vergangenen Nacht hatte es ziemlich stark geregnet. Aber
morgens – als wir zum Einkaufen aufbrachen – kam die Sonne durch.
Nach Rückkehr vom Supermarkt frühstückten wir ausgiebig mit frischen
Brötchen.
Da die "Waschräume"
in Rooskey mehr oder weniger unbenutzbar waren, wollten wir in Dromod-Harbour
unsere Morgentoilette nachholen. Leider war der Hafenanleger voll.
Also drehten wir unverrichteter Dinge ab und peilten erneut Kilglass
an, wo wir sowieso eine längere Mittagspause eingeplant hatten.
Diesmal waren wir ganz alleine dort; es war wieder sonnig, ruhig
und die Enten waren so zutraulich, daß sie einem fast aus der Hand
fraßen. Inge und Stefan entdeckten die Umgebung zu Fuß und fanden
einen schönen Aussichtspunkt.
Gegen 16:00
Uhr steuerten wir wieder unseren Lieblingspub in Grange an. Wir
hatten einen netten Whiskey-Zigarren-Abend und fielen wie immer
rechtzeitig und müde in unsere Kojen.

Freitag,
01.09.00:
Vielleicht
war es die Aufregung: So früh wie diesmal waren wir noch nie aufgebrochen.
Kurz nach 09:00 Uhr verließen wir Grange um noch einmal mit wehmütigem
Blick achtern raus die Carnadoe-Waters, den für uns schönsten Teil
der Reise, zu passieren. Kurz vor der Albert-Lock machte auch Inge
ihren "Anlegemeister". Nach der Schleuse steuerte Muddel unser Schiff
durch den Jamestown-Canal zurück auf den Shannon, wo Stefan das
Steuer für den letzten Teil der Bootsreise übernahme.
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Letztlich
erreichten wir unseren Heimathafen Carrick-on-Shannon vollgetankt
mit Diesel gegen 15:00 Uhr (Treibstoffverbrauch 60 Irische Pfund).
Kaum angekommen, zog sich der Himmel zu und es fing an zu regnen.
Aber wir waren ja schon wieder am Ausgangsort der Reise angekommen
und das uns sonst von den Frauen auferlegte Alkoholverbot am Tage
wurde aufgehoben...
Samstag,
02.09.00:
Ein bischen wehmütig nahmen wir am frühen Morgen Abschied von
einem Boot, das uns jederzeit zuverlässig und komfortabel eine
der schönsten Urlaubswochen überhaupt beschert hatte. Nach einem
wieder knapp 4-stündigen Transfer zum Flughafen Shannon übernahmen
wir dort den vorgebuchten Mietwagen und nahmen Kurs auf die Halbinsel
Dingle, wo wir die zweite Urlaubswoche an Land verbrachten. Schön
war es auch, aber kein Vergleich mit dem Erlebnis auf dem Shannon.
PS: Ein besonderer Dank gilt Stefan Kupner. Er hat uns den Routenvorschlag
gemacht und wir haben uns fast bis zum letzten exakt daran gehalten.
Vielleicht auch deshalb war der Urlaub für uns unvergeßlich. Danke
Stefan.
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