zurück zum Seitenanfang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zurück zum Seitenanfang

 


"Unser erster Bootsurlaub: 7 Tage auf dem Shannon (Teil 2)"
von Christoph Müller

Montag, 28.08.00:
Alles war in dichten Nebel gehüllt als wir morgens aus unseren Kojen krochen. Aber gegen 10:00 Uhr hatte sich die Sonne durchgesetzt und sollten den ganzen Tag lang strahlen. Nun fuhren wir flußabwärts. In Carrick-on-Shannon haben wir an der Brücke das Boot festgemacht und Inge als "Wache" an Bord gelassen. Wir anderen haben im Ort unsere Vorräte aufgestockt. Und jetzt fing sie eigentlich erst so richtig an: Unsere Reise auf dem Shannon! Bis zum Mittag passierten wir den schmalen, romantischen Jamestown-Canal und die Albert Lock (2. Schleuse; keine Probleme), hinter der wir direkt am Kai festgemacht haben und bei herrlichem Sonnenschein unseren ersten Lunch auf dem Oberdeck eingenommen haben.

Nach der Mittagspause ging es weiter in den Lough Boderg, wo wir einer Empfehlung folgend, die Hauptroute verließen und durch die engen, schilfbewachsenen, malerischen Carnadoe-Waters in Kilglas,


Einfahrt in die Carnadoe Lakes

einem kleinen Anleger ohne Infrastruktur, ein herrliches Plätzchen fanden.

Relaxen – sonnen – schauen! Anschließend gings die halbe Strecke zurück, um dann durch den Grange-Lough unseren ersten Übernachtungsplatz außerhalb des Heimathafens anzulaufen. Welche Freude: Hier in Grange gab es direkt am Naturanleger einen Pub. Von außen häßlich, von innen – selbst nach Christophs und Stefans Meinung – total verraucht. Trotzdem verlebten wir hier einen schönen Abend und tranken unseren ersten irischen Whiskey.

Dienstag, 29.08.00:
Bei erneut strahlendem Wetter zeigten wir den "Piraten" eine oscarverdächtige Wende im engen Hafenbecken und rauschten davon. Kurs: River Shannon. Vom Lough Boderg setzten wir unsere Fahrt durch den Lough Bofin über Roosky und die Roosky Lock Richtung Tarmonbarry fort, wo wir an einer Hebebrücke ca. 30 Minuten warten mußten,


Lanesborough im Morgennebel

bis der Wärter von der kurz hinter der Brücke liegenden Schleuse kam (er pendelt zwischen Brücke und Schleuse), um zunächst die Brücke und später auch die Schleuse für uns zu öffnen. Um unser Tagesziel Lanesborough zu erreichen, brauchten wir noch ca. 1 Stunde. Die offiziellen Hafenbecken waren belegt und wir machten hinter der Brücke an Gittern (Ersatzliegeplätze) gerade noch rechtzeitig fest, denn 20 Minuten später war auch dort kein freier Platz mehr zu finden. Allerdings erlebten wir beim Abendessen eine böse Überraschung. Das Kraftwerk am Ufer des Shannon ließ seinen Ruß gleichmäßig auf alle Boote und unser Essen herabrieseln.

Mittwoch, 30.08.00:
Wir waren froh, daß wir am nächsten Morgen, nach dem sich der dichte Nebel gegen 10:30 Uhr restlos aufgelöst hatte, unsere Fahrt in den sonnigen Lough Ree fortsetzen konnten; schließlich wollten wir zum Lunch in Portrunny sein. Das war ein sehr idyllische Plätzchen! Da es etwas Abseits der Hauptroute liegt, ist diese kleine Marina vom Mietbootverkehr so gut wie nicht berührt.

Am dortigen Wasseranschluß ergänzten wir erstmals unsere Wasservorräte auch wenn das eigentlich noch gar nicht nötig war. Nach einer längeren Mittagspause setzten wir unsere längste Tagesetappe via Lanesborough, Tarmonbarry bis zu unserem Tagesziel – Roosky – fort, das wir mit der letzten Schleusung um 20:00 Uhr erreichten. Hier wurden wir mit einem schönen Liegeplatz direkt hinter der Schleuse belohnt.


Die Schleuse in Rooskey

zur nächsten Seite...


[Seite 1] [Seite 2] [Seite 3]

[Home] [Shannon-Infos] [Kontakt]

(c) 2000, Stefan Kupner