Montag, 28.08.00:
Alles
war in dichten Nebel gehüllt als wir morgens aus unseren Kojen krochen.
Aber gegen 10:00 Uhr hatte sich die Sonne durchgesetzt und sollten
den ganzen Tag lang strahlen. Nun fuhren wir flußabwärts. In Carrick-on-Shannon
haben wir an der Brücke das Boot festgemacht und Inge als "Wache"
an Bord gelassen. Wir anderen haben im Ort unsere Vorräte aufgestockt.
Und jetzt fing sie eigentlich erst so richtig an: Unsere Reise auf
dem Shannon! Bis
zum Mittag passierten wir den schmalen, romantischen Jamestown-Canal
und die Albert Lock (2. Schleuse; keine Probleme), hinter der wir
direkt am Kai festgemacht haben und bei herrlichem Sonnenschein
unseren ersten Lunch auf dem Oberdeck eingenommen haben.
Nach der Mittagspause
ging es weiter in den Lough Boderg, wo wir einer Empfehlung folgend,
die Hauptroute verließen und durch die engen, schilfbewachsenen,
malerischen Carnadoe-Waters in Kilglas,

Einfahrt in die Carnadoe Lakes
einem kleinen
Anleger ohne Infrastruktur, ein herrliches Plätzchen fanden.
Relaxen
– sonnen – schauen! Anschließend
gings die halbe Strecke zurück, um dann durch den Grange-Lough unseren
ersten Übernachtungsplatz außerhalb des Heimathafens anzulaufen.
Welche Freude: Hier in Grange gab es direkt am Naturanleger einen
Pub. Von außen häßlich, von innen – selbst nach Christophs und Stefans
Meinung – total verraucht. Trotzdem verlebten wir hier einen schönen
Abend und tranken unseren ersten irischen Whiskey.
Dienstag,
29.08.00:
Bei erneut strahlendem Wetter zeigten wir den "Piraten" eine oscarverdächtige
Wende im engen Hafenbecken und rauschten davon. Kurs: River Shannon.
Vom Lough Boderg setzten wir unsere Fahrt durch den Lough Bofin
über Roosky und die Roosky Lock Richtung Tarmonbarry fort, wo wir
an einer Hebebrücke ca. 30 Minuten warten mußten,
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Lanesborough im Morgennebel
bis der Wärter
von der kurz hinter der Brücke liegenden Schleuse kam (er pendelt
zwischen Brücke und Schleuse), um zunächst die Brücke und später
auch die Schleuse für uns zu öffnen. Um unser Tagesziel Lanesborough
zu erreichen, brauchten wir noch ca. 1 Stunde. Die
offiziellen Hafenbecken waren belegt und wir machten hinter der
Brücke an Gittern (Ersatzliegeplätze) gerade noch rechtzeitig
fest, denn 20 Minuten später war auch dort kein freier Platz mehr
zu finden. Allerdings erlebten wir beim Abendessen eine böse Überraschung.
Das Kraftwerk am Ufer des Shannon ließ seinen Ruß gleichmäßig
auf alle Boote und unser Essen herabrieseln.
Mittwoch,
30.08.00:
Wir waren froh, daß wir am nächsten Morgen, nach dem sich der
dichte Nebel gegen 10:30 Uhr restlos aufgelöst hatte, unsere Fahrt
in den sonnigen Lough Ree fortsetzen konnten; schließlich wollten
wir zum Lunch in Portrunny sein. Das war ein sehr idyllische Plätzchen!
Da es etwas Abseits der Hauptroute liegt, ist diese kleine Marina
vom Mietbootverkehr so gut wie nicht berührt.
Am dortigen
Wasseranschluß ergänzten wir erstmals unsere Wasservorräte auch
wenn das eigentlich noch gar nicht nötig war. Nach einer längeren
Mittagspause setzten wir unsere längste Tagesetappe via Lanesborough,
Tarmonbarry bis zu unserem Tagesziel – Roosky – fort, das wir
mit der letzten Schleusung um 20:00 Uhr erreichten. Hier wurden
wir mit einem schönen Liegeplatz direkt hinter der Schleuse belohnt.

Die Schleuse in Rooskey
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