Unsere
Crew:
Captein Garfield (Marc)
1. Offizier u. Smutje (Günther)
2. Offizier Hape (Hans Peter)
Matrose Schurke (Pierre)
Matrose Bam-Bam (Manfred)
In diesem Jahr führte uns unser 5. Irland-Tripp erstmals nach
Carrick on Shannon.
Vor lauter Sehnsucht kaum aushaltend war es am
8.5.04 endlich soweit. Punkt 4.00 Uhr morgens stand unser privater
7-plätziger VW-Bus Zubringer bei Fuß. Nachdem wir nach
und nach die ganze Crew eingesammelt hatten fanden wir uns um ca.
5.30 Uhr beim Flughafen Friedrichshafen ein. Nach einigem Tumult
beim Check-In - auf die Frage hin was denn in den Rohren ist war
Kapteins Antwort: das sind Flugabwehrgeschütze (es waren in
Wirklichkeit 2 Geberitrohre mit unseren Angelruten) - befanden wir
uns auf dem Flug nach Frankfurt. Dort angekommen ging es nach ca
1 ½ Stunden dann endlich in Richtung Dublin. Nach der Gepäckabholung
flitzten wir gleich zum Transferbus nach Carrick.
1. Tag
Ca. um 15.00 Uhr nahmen wir unsere Elegance von "ESL"
in Empfang. Schurke begann sogleich damit die mitgebrachten Rutenhalter
an der Reling auf der Flybridge festzumachen. Währenddessen
besorgten Smutje und Hape die nötigen Lebensmittel im etwas
entfernteren Einkaufszentrum, welche dann auch nach kurzer Zeit
vom Laden zum Boot geliefert wurden. Kaptein versuchte sich mit
der Bootstechnik bekannt zu machen.
Nachdem
alle Lebensmittel, Guinness und Paddy verstaut waren tuckerten wir
im Schlepptempo in Richtung Süden davon. Kurz vor der Brücke
dann ein lautes Gebrüll von Smutje und Schurke, wir hatten
unsere Ruten bereits in die montierten Halterungen gesteckt, welche
genau in diesem Moment in gebogener Haltung an der Unterseite der
Brücke durchgezogen wurden. Welch Blamage, hoffentlich hate
uns keiner gesehen. Doch nichts passiert, alle Ruten heil und weiter
ging's.
Auf
der Flybridge sitzend, die Sonne schien wie bisher nur einmal in
Irland erlebt, gnadenlos auf uns herab, legten wir nach kurzer Fahrt
unterhalb der Schleuse von "Albert Lock" an, um dort die
erste Nacht zu verbringen. Als wir unseren ersten gefangenen Hecht
verspeist hatten machten wir uns über die in Carrick gekauften
Alkoholika (Guinness, Paddy) her bis tief in die Nacht. Es war auf
jeden Fall schon stockdunkel als sich jeder nach und nach in seine
Koje schleppte.
2.
Tag
Nach einem genüsslichen Frühstück mussten wir unseren
Schurke auflesen, der mit dem Beiboot schon früh morgens zum
Fischen unterwegs war. Danach ging es in langsamer Fahrt nach Carnadoe
Quay. Am Anleger vor der Brücke machten wir fest, setzten uns
in die Beiboote(Kaptein mit Smutje u. Hape mit Schurke) und verbrachten
den ganzen Tag um natürlich zu Fischen. Nur unser Bam-Bam blieb
auf dem Hausboot und vergnügte sich bei "Paddy" und
"Irish-Folk-CD's" welche er sich vor dem Ablegen in Carrick
von zwei jungen bei "ESL" beschäftigten Burschen
besorgen ließ. Die Nacht verbrachten wir auch dort und genossen
einen wunderschönen Sonnenuntergang auf richtig irische Art
- Irish Folk Music, Guinness und Paddy bis die Flaschen leer waren.
3.
Tag
Nach einem kurzen Morgenhappen - wir mussten schon wieder auf unseren
Schurken warten, war schon wieder früh morgens zum Fischen
raus - schipperten wir in Richtung "Kilglass".
Dort angekommen - wir waren überrascht vom
"Anleger" hatten uns den weil das erste mal dort, etwas
grösser vorgestellt - befestigten wir unsere Elegance irgendwie
und schon waren Kaptein und Schurke auf dem Weg in die hinter hohem
Schilf versteckte Bucht um zu Fischen.
Nach
einigen guten Fängen fanden wir uns dann wieder auf dem Hausboot
ein, wo es zu Mittag endlich die heißersehnten selbst mitgebrachten
"Thüringer Bratwürstl" gab. Wir dachten schon,
dass wir in dieser schönen einsamen Gegend ganz unter uns wären
(endlich mal was zum Ausspannen), doch weit gefehlt. Plötzlich
kam eine "Magnifique" von "ESL" mit einigen
Franzosen an Bord dahergeschossen und hatte sichtlich Mühe
anzulegen. Kaptein und Hape halfen doch sogleich, die offensichtlich
das erste mal auf einem Hausboot steuernde Crew, sicher zu vertäuen.
Die Crew schaute uns nur mit grossen blöden Augen an und machten
nicht einmal den Versuch ein Dankeschön über die Lippen
zu bringen.
Spät nachmittags entschlossen wir uns das
gemütliche Nest zu verlassen und wieder am "Carnadoe Quay"
festzumachen, wo wir auch diese Nacht verbringen wollten. Nach einem
kurzen Angeltripp gingen wir wieder daran den letzten Rest unserer
Alkoholika zu vernichten. Irgendwann spät nachts schlief auch
endlich der Kaptein nach minutemlangen Schnarchkonzert einiger seiner
Crewmitglieder ein.
4.
Tag
Wie jeden morgen, man kann es sich ja sicher denken was jetzt kommen
sollte, fuhren wir nach "Rooskey", quälten uns unter
der nicht geöffneten Hebebrücke durch (es war max. nur
30 - 40 cm nach oben Platz) vertäuten unser Boot am ersten
Anleger und gingen sofort auf
Einkaufstour. Gut versorgt wollten wir in unseren 1. Pub. Doch vormittags
hatten die ja noch nicht offen. Deshalb zog es uns ins dortige Hotel
um einige Guinness und Paddy auch im Beisein des Hotelmanagers,
mit dem wir sofort Freundschaft geschlossen hatten, zu trinken.
Kaptein seilte sich dann irgendwann von Smutje
und Bam-Bam ab um mit Hape im Beiboot den "Lough-Bofin"
und "Lough-Scannel" hinauf bis kurz vor "Lough-Boderg"
zu befischen wo wir prompt Schurke trafen, der schon seit Stunden
draussen war.
Diesmal
gelang es endlich unserem Hape den ersten "KAPITALEN"
aus dem Dunkel des Shannon zu drillen. 1 Meter und ein paar Zerquetschte
waren es dann doch.
Abends versorgten wir uns dann wieder mit einem gefangenen kleineren
Pike - so gut schmecken die nur in Irland. Als Beilage gab es heute
eine eigens von Smutje neu erfundene Form von Kartoffeln. Grob in
Scheiben geschnittene Salatkartoffeln in eine Auflaufform gelegt,
mit irgendwas gewürzt und übergossen und im Ofen knusprig
gebraten. Schmeckte aber vorzüglich. Dazu gab es frisch zubereiteten
gemischten Salat aus einer zerschnittenen 5 Liter Wasserflasche,
weil kein anderes Behältnis vorhanden war.
Nach dem Abspülen ging's dann ins Pub, wo
wir uns bis 2 Uhr morgens vergnügten. Bei einer Rauchpause
unterhielten wir uns mit einigen Einheimischen über sehenswerte
und natürlich auch fischreiche Gebiete und Gewässer. Es
waren zwar nur 150 Meter zum Boot doch Bam-Bam konnte uns nicht
so schnell folgen, ausserdem sah er kaum noch was (warum wohl?).
Also mussten wir wieder zurück um ihn sicher auf's Boot zu
begleiten. Nach einem letzten Pläuschchen ging's dann in die
Kojen.
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