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Irland vom 8.5.2004 bis 15.5.2004 (Teil 1)
von Marc Jungbauer

Unsere Crew:
Captein Garfield (Marc)
1. Offizier u. Smutje (Günther)
2. Offizier Hape (Hans Peter)
Matrose Schurke (Pierre)
Matrose Bam-Bam (Manfred)

In diesem Jahr führte uns unser 5. Irland-Tripp erstmals nach Carrick on Shannon.

Vor lauter Sehnsucht kaum aushaltend war es am 8.5.04 endlich soweit. Punkt 4.00 Uhr morgens stand unser privater 7-plätziger VW-Bus Zubringer bei Fuß. Nachdem wir nach und nach die ganze Crew eingesammelt hatten fanden wir uns um ca. 5.30 Uhr beim Flughafen Friedrichshafen ein. Nach einigem Tumult beim Check-In - auf die Frage hin was denn in den Rohren ist war Kapteins Antwort: das sind Flugabwehrgeschütze (es waren in Wirklichkeit 2 Geberitrohre mit unseren Angelruten) - befanden wir uns auf dem Flug nach Frankfurt. Dort angekommen ging es nach ca 1 ½ Stunden dann endlich in Richtung Dublin. Nach der Gepäckabholung flitzten wir gleich zum Transferbus nach Carrick.

1. Tag
Ca. um 15.00 Uhr nahmen wir unsere Elegance von "ESL" in Empfang. Schurke begann sogleich damit die mitgebrachten Rutenhalter an der Reling auf der Flybridge festzumachen. Währenddessen besorgten Smutje und Hape die nötigen Lebensmittel im etwas entfernteren Einkaufszentrum, welche dann auch nach kurzer Zeit vom Laden zum Boot geliefert wurden. Kaptein versuchte sich mit der Bootstechnik bekannt zu machen.

Nachdem alle Lebensmittel, Guinness und Paddy verstaut waren tuckerten wir im Schlepptempo in Richtung Süden davon. Kurz vor der Brücke dann ein lautes Gebrüll von Smutje und Schurke, wir hatten unsere Ruten bereits in die montierten Halterungen gesteckt, welche genau in diesem Moment in gebogener Haltung an der Unterseite der Brücke durchgezogen wurden. Welch Blamage, hoffentlich hate uns keiner gesehen. Doch nichts passiert, alle Ruten heil und weiter ging's.

Auf der Flybridge sitzend, die Sonne schien wie bisher nur einmal in Irland erlebt, gnadenlos auf uns herab, legten wir nach kurzer Fahrt unterhalb der Schleuse von "Albert Lock" an, um dort die erste Nacht zu verbringen. Als wir unseren ersten gefangenen Hecht verspeist hatten machten wir uns über die in Carrick gekauften Alkoholika (Guinness, Paddy) her bis tief in die Nacht. Es war auf jeden Fall schon stockdunkel als sich jeder nach und nach in seine Koje schleppte.

2. Tag
Nach einem genüsslichen Frühstück mussten wir unseren Schurke auflesen, der mit dem Beiboot schon früh morgens zum Fischen unterwegs war. Danach ging es in langsamer Fahrt nach Carnadoe Quay. Am Anleger vor der Brücke machten wir fest, setzten uns in die Beiboote(Kaptein mit Smutje u. Hape mit Schurke) und verbrachten den ganzen Tag um natürlich zu Fischen. Nur unser Bam-Bam blieb auf dem Hausboot und vergnügte sich bei "Paddy" und "Irish-Folk-CD's" welche er sich vor dem Ablegen in Carrick von zwei jungen bei "ESL" beschäftigten Burschen besorgen ließ. Die Nacht verbrachten wir auch dort und genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang auf richtig irische Art - Irish Folk Music, Guinness und Paddy bis die Flaschen leer waren.

3. Tag
Nach einem kurzen Morgenhappen - wir mussten schon wieder auf unseren Schurken warten, war schon wieder früh morgens zum Fischen raus - schipperten wir in Richtung "Kilglass".

Dort angekommen - wir waren überrascht vom "Anleger" hatten uns den weil das erste mal dort, etwas grösser vorgestellt - befestigten wir unsere Elegance irgendwie und schon waren Kaptein und Schurke auf dem Weg in die hinter hohem Schilf versteckte Bucht um zu Fischen.

Nach einigen guten Fängen fanden wir uns dann wieder auf dem Hausboot ein, wo es zu Mittag endlich die heißersehnten selbst mitgebrachten "Thüringer Bratwürstl" gab. Wir dachten schon, dass wir in dieser schönen einsamen Gegend ganz unter uns wären (endlich mal was zum Ausspannen), doch weit gefehlt. Plötzlich kam eine "Magnifique" von "ESL" mit einigen Franzosen an Bord dahergeschossen und hatte sichtlich Mühe anzulegen. Kaptein und Hape halfen doch sogleich, die offensichtlich das erste mal auf einem Hausboot steuernde Crew, sicher zu vertäuen. Die Crew schaute uns nur mit grossen blöden Augen an und machten nicht einmal den Versuch ein Dankeschön über die Lippen zu bringen.

Spät nachmittags entschlossen wir uns das gemütliche Nest zu verlassen und wieder am "Carnadoe Quay" festzumachen, wo wir auch diese Nacht verbringen wollten. Nach einem kurzen Angeltripp gingen wir wieder daran den letzten Rest unserer Alkoholika zu vernichten. Irgendwann spät nachts schlief auch endlich der Kaptein nach minutemlangen Schnarchkonzert einiger seiner Crewmitglieder ein.

4. Tag
Wie jeden morgen, man kann es sich ja sicher denken was jetzt kommen sollte, fuhren wir nach "Rooskey", quälten uns unter der nicht geöffneten Hebebrücke durch (es war max. nur 30 - 40 cm nach oben Platz) vertäuten unser Boot am ersten Anleger und gingen sofort auf
Einkaufstour. Gut versorgt wollten wir in unseren 1. Pub. Doch vormittags hatten die ja noch nicht offen. Deshalb zog es uns ins dortige Hotel um einige Guinness und Paddy auch im Beisein des Hotelmanagers, mit dem wir sofort Freundschaft geschlossen hatten, zu trinken.

Kaptein seilte sich dann irgendwann von Smutje und Bam-Bam ab um mit Hape im Beiboot den "Lough-Bofin" und "Lough-Scannel" hinauf bis kurz vor "Lough-Boderg" zu befischen wo wir prompt Schurke trafen, der schon seit Stunden draussen war.

Diesmal gelang es endlich unserem Hape den ersten "KAPITALEN" aus dem Dunkel des Shannon zu drillen. 1 Meter und ein paar Zerquetschte waren es dann doch.
Abends versorgten wir uns dann wieder mit einem gefangenen kleineren Pike - so gut schmecken die nur in Irland. Als Beilage gab es heute eine eigens von Smutje neu erfundene Form von Kartoffeln. Grob in Scheiben geschnittene Salatkartoffeln in eine Auflaufform gelegt, mit irgendwas gewürzt und übergossen und im Ofen knusprig gebraten. Schmeckte aber vorzüglich. Dazu gab es frisch zubereiteten gemischten Salat aus einer zerschnittenen 5 Liter Wasserflasche, weil kein anderes Behältnis vorhanden war.

Nach dem Abspülen ging's dann ins Pub, wo wir uns bis 2 Uhr morgens vergnügten. Bei einer Rauchpause unterhielten wir uns mit einigen Einheimischen über sehenswerte und natürlich auch fischreiche Gebiete und Gewässer. Es waren zwar nur 150 Meter zum Boot doch Bam-Bam konnte uns nicht so schnell folgen, ausserdem sah er kaum noch was (warum wohl?). Also mussten wir wieder zurück um ihn sicher auf's Boot zu begleiten. Nach einem letzten Pläuschchen ging's dann in die Kojen.

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(c) 2004, Stefan Kupner