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"Wieder zuhause...." (Teil 2)
von Marianne und Norbert Vorndran
Sonntag, 16.05.2004
Heute wollen wir in den Lough Key. Strahlend Blauer Himmel weckte uns. Gegen 9:30 Uhr, nach einem ausgiebigen Frühstück, lichteten wir die Anker um keine 30 Minuten später bereits an Albert Look zu sein. Die Schleuse war zu, und man sah der Schleusenwärterin an, dass sie heute Morgen schon ganz schön gestresst war. Mit uns schleuste nur noch eine kleine Carrick Craft mit 2 Anglern. Eine gemütlich Fahrt durch den Jamestown-Canal schloss sich an.

Das Wetter war immer noch gut, kein Regen und die Temperaturen waren teilweise, wenn die Sonne voll durchkam doch schon sehr hoch. Gegen 11:20 Uhr erreichten wir Carrick on Shannon. Nachdem wir unsere Vorräte etwas aufstocken wollten, legten wir im Stadthafen an und machten einen kleinen Stadtrundgang. Kurz nach Mittag legten wir wieder ab, um uns auf den Weg durch den Boyle-River zum Lough Key zu machen. Nun begann auch für uns der Abschnitt den wir noch nicht kannten. Man merkte, dass Sonntag war, es waren recht viele Einheimische unterwegs, denen es großen Spaß machte uns mit Volldampf zu überholen, um dann zu sehen wie wir mit deren Bugwelle kämpften.

Natürlich erreichten wir Clarendon-Look zur Mittagspause des Schleusenwärters, und da die Kammer bereits übervoll war, mussten wir am Anleger davor festmachen. Auch wir nahmen unser Mittagessen zu uns und harrten der Dinge die da kommen. Endlich so gegen 14:30 Uhr konnten wir die Schleuse hinter uns lassen, um kurze Zeit später am Anleger im Forrest Park festmachen zu können. Wir hatten unser Boot vertäut, dann rief ich Stevie an. Er sei eben in den Lough Key eingefahren, sagte er mir. Kurze Zeit später konnte ich ihn bereits mit dem Fernglas ausmachen. Er fand auch noch einen guten Platz am Anleger.

Es war ja unser erstes persönliches Zusammentreffen, sodass wir uns nach gegenseitigen Bekannt machen schnell bei unserem Thema -Irland - Shannon- fanden.
Stefan gab uns einige Tipps zur Besichtigung des Parks uns wir gingen los um von dem pothässlichen Turm die Aussicht zu genießen. Nach unserem Rundgang erfreuten wir uns an dem herrlichen Wetter. Manfred bekam Lust zum Malen, und zog sich bewaffnet mit Malkasten und einem Glas Wein auf den Steg zurück. Wir anderen saßen in der Sonne und genossen die Ruhe, die Sonntagsausflügler verließen nach und nach den Park.

Mit Stevie hatten wir verabredet, dass wir uns nach dem Abendessen zusammen setzen und ein bisserl erzählen wollen. Nach unserem obligatorischen Nudel-Abendessen kamen Stevie und Melanie zu uns an Bord und es wurde ein wahrlich lustiger Abend.
So gegen 23:00 Uhr war Sigrid plötzlich verschwunden, um nach einiger Zeit mit einem Glas undefinierbarer brauner Flüssigkeit zurückzukommen. Auf unsere Frage was ist das, wo kommt das her, war
die Antwort die netten Jungs gegenüber mit der Tara haben mir das zum versuchen gegeben. Die Jungs waren aus Lörrach und die Flüssigkeit war irgendein Kräuterschnaps, der es in sich hatte. Nachdem wir fast sternenklaren Himmel hatten und Sigrid ein Sternenfan ist holte sie ihre Sternenkarte vom Schiff und versuchte uns zu erklären dass das dort der und der Stern ist. Ihre Bemühungen waren von wenig Erfolg gekrönt.

So gegen Mitternacht, es wurde auf dem Steg langsam kühl, beendeten wir die Stehparty und begaben uns zur Nachtruhe. Mit dem einschlafen hatte heute keiner ein Problem.

Montag, 17.05.2004
Stevie hat Marianne davon überzeugt, dass es mit unserer Canterbury Bell kein Problem ist den Lough-Allen-Canal zu fahren, sodass sie dann zustimmte, dass wir uns dorthin auf den Weg machten, nicht ohne uns ausführlich von den Lörrachern zu verabschieden, bei Stevie wussten wir, dass wir uns noch mal sehen. So gegen 10:00 Uhr legten wir ab und genossen die gemütliche Fahrt durch den Boyle River zurück zum Shannon. Also weiter nach Norden zum Abzweig Lough Allen Canal.
Es wurde merklich schmaler und ganz plötzlich und unerwartet, rechts musste ich auf Angler achten, standen wir vor einem "riesigen" geschlossenen Schleusentor. Ganz weit oben sahen wir ein Schiff. Anlegen und anschauen ging recht schnell. Ich dachte bei mir, in diese Schleuse kommen wir garantiert nicht rein. Aber Stevie und auch Norbert hatten gesagt, "No Problem". Also nahm ich auf der linken Seite die Fender hoch und dann warteten wir auf den Schleusenwärter, der jetzt in der Vorsaison alle drei Schleusen bedient.

Schneller als erwartet war er zurück und wir konnten in die Schleusenkammer einfahren. Es war schon verflucht eng. Auch die Höhe ist gegenüber den Schleusen auf dem Shannon schon gewaltig. Diese Schleuse hatte so 4-5 m Hub. Der sehr freundliche Schleusenwärter fragte dann noch ob wir ganz bis in den Lough Allen fahren würden und sagte uns auf unsere bejahende Antwort, dass er 2 Stunden Mittagspause habe und gegen 15:00 Uhr an der 2. Schleuse wäre. Das störte uns nicht weiter, hatten wir doch nun eine
wunderschöne Kanalstrecke vor uns.

Mit knapp 800 Touren ließen wir unseren Perkins vor sich hin tuckern und konnten uns an der wunderschönen Landschaft nicht Sattsehen. Für die Fußgängerbrücke unterwegs braucht man tatsächlich einen "Schuhlöffel". Unser Boot hätte dürfen nicht breiter sein, auch für die 2-3 anderen Brücken die noch kamen. Es erfordert schon ganz besondere Konzentration, und die Berichte aus dem "Shannon-Info-Forum" sollte man schon beherzigen und im Zweifel die Passage lieber unterlassen. Nach gut 1 stündiger Fahrt waren wir an der 2. Schleuse, und während die Mädels unser Mittagessen zubereiteten, ließen Manfred und ich uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Es war inzwischen doch schon sehr warm geworden. Pünktlich um 15:00 Uhr war Kollege Schleusenwärter da und erledigte die Arbeit des Hochschleusens, wieder mit dem Hinweis, dass er sich dann zur 3. Schleuse nach Drumshanbo auf den Weg macht.

Nach einer weiteren Stunde Fahrt kamen wir ebenfalls dort an. Diese ganz neu gebaute Schleuse hat eine Besonderheit. Da der Wasserspiegel des Lough Allen stark schwankt, kann es sein, dass man Auf- bzw. Abschleusen muss. Jedenfalls war unser Freund auch gleich da, sodass sich nach kurzer Verabredung für den nächsten Morgen der Lough Allen vor uns auftat. Wir können nun Norbert verstehen. Der Lough Allen hat seinen besonderen Reiz. Ganz alleine am Anleger Spencer Harbour, nichts als grandiose Landschaft um uns herum. Der Umgebung angepasst haben wir einen leicht besinnlichen Abend verbracht.

Dienstag, 18.05.2004
Für kurz nach 9:00 Uhr hatten wir uns in Drumshanbo mit dem Schleusenwärter verabredet, also mussten wir früh los. Kurz nach 6:30 Uhr konnte man vor lauter Nebel nicht die Hand vor Augen sehen. Aber gegen 7:30 Uhr hatte sich dieser soweit gelichtet, dass wir ohne Risiko losfahren konnten. Es war bitterkalt, aber je weiter die Sonne über den Horizont hochkam, umso wärmer wurde es. Gegen 8.30 Uhr konnten wir an der Schleuse angekommen, unser Frühstück in gewohnter Form zu uns nehmen.

Der Schleusenwärter war mehr als pünktlich und nachdem wir ihm sagten, wir fahren durch, was ihm sehr recht war, bedankten wir uns mit einem großzügigen Trinkgeld und 1 Dose Bitburger-Bier. Auch die Rückfahrt war ein Erlebnis und dadurch, dass der Schleusenwärter immer vor uns war und er die Schleusen schon geöffnet hatte, waren wir sehr schnell wieder an Battlebridge Lock.

Wir verabschiedeten uns von unserem netten Schleusenwärter, wir sollten ihn noch mal treffen, und fuhren gemächlich Richtung Carrick on Shannon. Für Sigrid und Manfred war es heute der letzte Tag. Kurz vor Mittag machten wir bei Carrick Craft, in Carrick on Shannon fest. Trotz der Schilder, die ein Übernachtungsentgelt in Höhe von € 10,-- fordern, blieben wir unbehelligt. Die Waveliners hatten mit CC einen Transfer für Manfred und Sigrid verabredet. So was ist Kundendienst. Manfred erkundigte sich im Büro nach der Abfahrtszeit und kam total
erschlagen zurück. Es sollte um 5:00 Uhr losgehen. Nachdem ihre Maschine erst um 13:30 Uhr in Dublin startete war ihnen die Zeit doch etwas zu früh und nach einigen Diskussionen einigten sie sich darauf ein Taxi zu bestellen, das erst um 9:00 Uhr fuhr und vom Preis her auch noch erträglich war.

Nachdem dies geregelt war machten wir uns auf einen Stadt- Einkaufsbummel, u.a. um ein Lokal zu finden für das heute Abend stattfindende Abschiedsessen mit dem sich die beiden für die, wie sie sagten herrlichen 8 Tage bei uns bedanken wollten. Das Lokal war schnell gefunden und die Vorräte aufgefüllt, so dass wir uns auf den Rückweg machten, um den Nachmittag noch ein wenig zu faulenzen. Schon von weitem sah ich ein mir bekanntes Schiff an der Tankstelle liegen, bei Näherem Hinsehen war es Norbert mit seiner Frau auf dem Weg zum Lough Allen. Natürlich tauschten wir uns aus. Und schwärmten von unserer Tour. Norberts Frau erzählte uns, dass es am Point schon ein paar Tage nicht so schönes Wetter sei, im Gegensatz zu hier, hatte es dort recht viel geregnet. Wir wünschten den beiden viel Spaß, nicht ohne vorher festzulegen, dass wir uns in einer Woche noch mal bei Waveline treffen würden.

Den Rest des Tages verbrachten wir damit uns auf dem Achterdeck zu sonnen und ganz allgemein das Leben zu genießen. Am Abend gingen wir dann in das vorher ausgesuchte Lokal und bei einem Abschlusssteak nahmen unsere 2 Abschied von Irland.

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(c) 2004, Stefan Kupner