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"Wieder zuhause...." (Teil 1)
von Marianne und Norbert Vorndran

Nachdem uns der vorjährige Urlaub in Irland so gut gefallen hatte, war es keine Frage was wir in diesem Jahr machen wollten. Natürlich wieder die grüne Insel. Schnell war der Vermieter gefunden, es gab für uns keine Alternative: Waveline. Auf einem Waveearl wollten wir den Norden erkunden. Wir hatten uns entschieden 2 Wochen mit dem Boot zu fahren und den Mittwoch als Übernahmetag gewählt. Nachdem Aerlingus über Nacht 200,-- Euro teurer geworden war suchten wir eine andere Airline und fanden mit Germanwings das Richtige. Es ging zwar ab Köln, aber dafür war der Preis ok.

Den ersten Schreck bekamen wir als die Verfügbarkeitstabelle bei Waveline zu unserem Termin plötzlich keinen Waveearl mehr frei zeigte. Aber Dank Stefan Kupners "Shannon-Travel" war dies sehr schnell geregelt und das Boot gemietet. Nachdem alles klar war, konnten wir uns also intensiv mit der Angelegenheit befassen.

2 Tage später kamen unsere Freunde Manfred und Sigrid, mit denen wir am Lot und am Canal du Midi waren, mit der Frage, ob sie nicht vielleicht ev. für 8 Tage mitfliegen könnten.
Der Waveearl ist groß genug, der Flug war ebenfalls noch verfügbar, also klar, sie können mitkommen. Die Frage des Transfers von Carrick on Shannon, wo wir sie nach der 1 Woche von Bord lassen wollten war, dank der tatkräftigen Unterstützung von Stefan und dem Team von Waveline, auch sehr schnell geklärt. Es konnte also losgehen.

Viel zu langsam vergingen die Tage bis wir endlich den 12. Mai schrieben. Mit Manfreds Octavia ging's über die A3 nach Rahms (dort wohnt sein Sohn), und mit Elke (Schwiegertochter) ging's weiter nach Köln zum Flughafen. Wir waren recht früh dran, sodass wir als Nr. 1+2 und 6+7 eincheckten. Nun hatten wir genügend Zeit um das zu hause etwas zu kurz gekommene Frühstück, zu ergänzen. Der Vogel war pünktlich und der Ansturm auf die Plätze hielt sich sehr in Grenzen.

Nach einem ruhigen Flug landeten wir planmäßig in Dublin und konnten innerhalb kurzer Zeit unser Gepäck in Empfang nehmen, fanden unseren Fahrer und hörten, dass wir sofort losfahren können, wir waren die einzigen für heute. Den starken Verkehr um Dublin herum ließen wir schnell hinter uns, das flache Land begann, sodass Manfred und Sigrid die ersten Eindrücke aufnehmen konnten. Das Wetter war auch nicht zu beanstanden.
Marianne stellte plötzlich fest, dass ihr Rückenkissen weg war, sehr wahrscheinlich im Flieger vergessen, wenn's weiter nichts ist! Nach flotter Fahrt waren wir ca. 2 Stunden später am Ziel. Wir waren wieder "zu Hause"

Das Taxi fuhr bis zum Steg vor, wir hatten unser Gepäck noch nicht richtig entladen, kam schon Jörg auf uns zu, um uns unseren Earl zu zeigen. Es war die "Canterbury Bell", die Glockenblume. Ladet mal langsam aus/ein, dann komme ich zur Einweisung, waren seine Worte.

Zuerst musste ich natürlich unseren "Shannon-Info-Wimpel" am Bug befestigen. Mit Schrecken haben wir die riesigen Mengen der vorbestellten Lebensmittel entdeckt. Man, haben wir soviel bestellt??
Es gehört tatsächlich alles uns. Jörg kam und begann mit der Einweisung, wurde aber durch seinen Chef gestört, der ihn brauchte, um ein aufgelaufenes Schiff zu bergen. Kurze Zeit später ging's weiter, und nach den Erfahrungen hinsichtlich Einweisung vom letzten Jahr kann ich nur sagen, so muss eine Einweisung sein. Genau auf den Punkt die wichtigen Dinge erklärt, ausgiebige Probefahrt raus auf den See, Anlegemanöver gefahren, so können sich auch reine Anfänger richtig einstimmen.

Dazu kommt die Einweisung auf Deutsch, ist ja für uns optimal. Danach ging's ins Büro um die Formalitäten zu erledigen und sofort beim betreten des Büros wurden wir begrüßt., als wenn wir schon tausendmal dagewesen wären. Gaby und Romy das versprochene deutsche Schwarzbrot abgeliefert, und trotz heftiger Ablenkung durch die Katze gelang es uns den Schreibkram hinter uns zu bringen.

Den Film noch angeschaut und dann ging's zurück zum Schiff, bewaffnet mit der neuen DIN A3 großen Flusskarte. Die restlichen Sachen wurden verstaut, und schon war es auch an der Zeit zu den Killinure-Chalets zu gehen um dort, wie geplant, den ersten Abend mit einem guten Essen abzuschließen. Manfred hatte inzwischen seine Schmerztabletten vermisst! Das konnte ja heiter werden. Nach einem vorzüglichen Steak und dem ersten irischen Bier klang dieser Abend vergnüglich aus.

Donnerstag, 13.05.2004Wir wollten nach Süden - Clonmacnoise und Übernachtung in Shannonbridge. Um 7:30 Uhr war die Nacht zu Ende. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg. Es war bedeckt, kein Regen, die Temperatur hätte besser sein können. Um 10:30 Uhr erreichten wir die Schleuse in Athlone. Hier begegneten wir dem ersten "Shannon-Info-Wimpel". Charon war mit seiner Crew am Ende seines Urlaubs auf dem Weg nach Banagher.

Gegen 12.00 Uhr waren wir in Clonmacnoise. Obwohl wir das 2. Mal hier waren, ist es doch Interessant sich dieses Kloster anzuschauen. Es sollte auf keiner Fahrt in den Süden fehlen!

Am frühen Nachmittag kamen wir nach Shannonbridge, unsere zweite Übernachtungsstation.Der schöne neue Anleger war leider mit recht vielen Dauerliegern besetzt, sodass wir nur noch ganz knapp einen Platz fanden. Bei einem Bummel durch den Ort, füllten wir unsere Vorräte auf, es fehlte ja nicht viel, aber Käse hatten wir effektiv zu wenig. Killeen's Pub wurde bei Tag betrachtet, mit dem Hinweis an unsere 2 Begleiter, dass wir hier heute Abend vielleicht ein wenig irische Musik hören können.

Zurück an Bord, stärkten wir uns mit einigen "Elchen" (unser Ausdruck für einen Einlaufsherry) und nachdem wir zum Abendessen mit unserer Nudelwoche begonnen hatten, erfreuten wir uns an einem herrlichen Sonnenuntergang. Anschließend machten wir uns auf den Weg in den Pub. Leider war es mit der irischen Musik Fehlanzeige, was aber unserer guten Laune nicht wirklich schaden konnte.


Freitag, 14.05.2004

Nachdem wir heute unsere weiteste Etappe vor uns hatten, legten wir kurz vor 8:00 Uhr ab.
Es war stark bewölkt und es nieselte auch ein wenig. Frühstück gab's während der Fahrt, und gerade als Manfred mich am Steuerstand ablöste, begann es etwas fester zu Regnen, wir mussten von Innen steuern. Aber schon kurz vor der Schleuse Athlone klarte der Himmel wieder auf, und für den Rest des Tages war das Wetter gut.

Der Lough Ree, dessen Überquerung nun anstand, zeigte sich von seiner besseren Seite, sodass wir ohne Probleme die Überfahrt meisterten. Im Gegensatz zum letzten Jahr konnten wir sehen, dass eine wunderschöne Landschaft den See umrahmt. Gegen 12.00 Uhr hatten wir das nördliche Ende erreicht, und kurz vor der Einfahrt in den Shannon, sahen wir auf der linken Seite den neu gebauten Anleger von Lanesborough.

Nachdem das Wetter weiterhin mitspielte, wollte ich unbedingt durch den Camlin-River fahren. Die Abzweigung war gut zu finden und mit ganz kleiner Fahrt bogen wir ab, um schon nach kurzem Weg vor dem verschlossenen Clondara-Look zu stehen. War aber kein Problem, Schleusenwärter anrufen und dann kann's ja weitergehen. Im Eifer des Gefechts hatte ich übersehen, dass es gerade mal 13:30 Uhr war, und der Lookkeeper ja noch seine verdiente Mittagspause hatte. Das nutzen wir dann auch aus, um etwas zu essen und uns
die nähere Umgebung anzusehen. Marianne sah den engen Kanal nach der Schleuse und bekam schon Herzklopfen, da passen wir doch gar nicht durch, ne ne ….

Pünktlich kam der Schleusenwärter und nach meinen Entschuldigungen, dass ich ihn bei seiner Pause gestört hatte, konnten wir Hochschleusen. Die anschließende ca. 500 m lange Passage durch den voll überwachsenen Kanal ist schon ein herausragendes Erlebnis. Eigentlich wollten wir im Camlin-River übernachten, aber es war ohne Beiboot nicht möglich unser Schiff so festzumachen, dass wir hätten in Ruhe schlafen können. Auch die Fahrt durch den Camlin gehört nach unserer Meinung zum absoluten Muss. Mit ganz kleiner Fahrt ist
das gleiten durch den, im Vergleich zum Shannon, doch recht schmalen Fluss wunderschön. Die Schafe und Kühe schauen auch ganz genau, dass ja keiner zu schnell fährt.

Also ging's weiter nach Roosky. Tonys Schleuse war dicht, wir mussten unterhalb festmachen, was durch 2 Dauerlieger an dem kurzen Anleger doch etwas schwierig war. Nach 15-20 Minuten kam Tony von der Brücke zurück, um für uns das Tor zu öffnen und uns
Hochzuschleusen. Natürlich klappte die Einfahrt bei ihm, wie im vorigen Jahr, nicht so gut, aber die übliche Dose deutsches Bier sorgte für Entschädigung. Tony gab uns noch den Hinweis, dass für unseren Earl die Durchfahrtshöhe der Brücke ausreicht, und er sie also für uns nicht öffnen muss. An den Anlegern oberhalb war jede Menge Platz, sodass wir uns den schönsten aussuchten. Um 17.00 Uhr konnten wir endlich den Motor abstellen.
Es war schon ein anstrengender Trip heute gewesen und 2-3 "Elche" entschädigten uns.

Ein kleiner Rundgang durch den Ort, natürlich nicht ohne den Laden an der Brücke zu besuchen, schloss sich an. In der Bar auf der gegenüberliegenden Seite tranken wir noch ein Bier usw., um dann den Tag ausklingen zu lassen.

Samstag, 15.05.2004
Um 7:00 Uhr erwachte langsam, bei leicht bewölktem Himmel, das Schiff. Unsere Tankuhr stand so kurz unter halbleer (voll), sodass wir uns entschlossen hatten hier unsere Dieselvorräte aufzufüllen. Nachdem auch die geplante Tagesetappe wesentlich kürzer war als gestern, wurde das Frühstück verlängert. Gegen 11.30 Uhr legten wir ab, um gleich wieder bei der Tankstelle festzumachen. Auf die Frage des Tankwartes, ob wir außer Diesel noch ev. Wasser bräuchten, sagte ich großzügig nein, unser Wasservorrat ist noch ausreichend. Was sich später als Trugschluss herausstellen sollte. Sigrid brauchte unbedingt eine Post, da sie den Mädels im Laden misstraute hinsichtlich deren Kenntnisse der Vorschriften über die Höhe des Portos für Postkarten nach USA. Also suchte sie das blaue Haus, und das dauerte …….

Nachdem die Crew wieder vollzählig war, wurden die Leinen losgemacht und es ging weiter in Richtung Carnadoe-Waters. Gestern hatten wir großzügig das Duschen unterlassen, was wir nun nachholen wollten. Marianne war als erste dran, danach kam Manfred, der wenig später aus seiner Dusche kam, und ganz entsetzt sagte, er habe kein Wasser mehr. Nachdem das allseits in Zweifel gezogen wurde, und alle möglichen Versuche unserem Tank Wasser zu entlocken fehlschlugen, tröstete ich die Mannschaft mit dem Hinweis, in Killglas, am dortigen Anleger gibt's Wasser.

Obwohl nicht geplant, blieb uns also nicht anderes übrig als bis dorthin zu fahren um Wasser zu tanken. Nach dem Kormoranbaum kam auch sehr schnell der Steg in Sicht, der von 2 Anglern, die sich aber, als sie uns sahen, vielleicht auf Grund schlechter Erfahrungen in Sicherheit brachten, belegt war. An diesen kleinen Steg gelang mir, ich glaube auf der Reise, das beste Anlegemanöver, was sogar einen der beiden Angler dazu brachte mit erhobenem Daumen seinen Respekt auszudrücken. Schnell fanden wir den Wasserhahn, und
heraus, dass unser Schlauch bis dorthin zu kurz war. Was tun? Wir manövrierten das Boot ohne Motor ganz nah ans Ufer, damit die Länge unseres Schlauches ausreichte. Nachdem wir eigentlich alle davon überzeugt waren, unser Wassertank ist zu klein, defekt oder sonst was, war es natürlich wichtig zu wissen, wie viel Wasser tanken wir nun. Schnell war eine 2 Literflasche gefunden, die wir dann unter Zuhilfenahme von Manfreds Stopuhr füllten.

Bei dem wahnsinnig hohen Druck auf dem Schlauch dauerte es "nur" 50 Sekunden bis sie voll war. Also 25 Sek. für einen Liter, das konnte ja lustig werden. Wir entschlossen uns, unser Mittagessen zu bereiten, um die Zeit zu überbrücken. Wir hatten uns morgens Pizza besorgt, die wurde nun in den Backofen gesteckt. Das Handy klingelt, Stevie war am Apparat. Wir hatten vor der Reise vereinbart, dass wir uns irgendwo treffen wollten.
Er hatte vor, in Dromod zu übernachten, wir wollten nach Drumsna. Also verabredeten wir uns für morgen im Lough Key Forrest Park.

Zwischenzeitlich hatten wir unser Mittagessen hinter uns gebracht und der Tank war noch immer nicht voll, so dass wir sagten, wir können ja auch schon mit duschen anfangen. Gesagt getan. Ich weis nicht mehr genau wie lange es gedauert hat, bis der Tank endlich voll war, wir wussten danach aber, dass er mit Sicherheit nicht defekt war, sondern schlicht und einfach leer. Sven, Chef von Waveline, hat mir später bestätigt, dass der Wärmetauscher ca. 60 ltr. Inhalt hat, demnach also "nur" ca. 180 ltr. als Kaltwasser zur Verfügung stehen.
Jedenfalls nutzte ich auf der weiteren Reise jeden Wasserhahn um den Tank nachzufüllen. Nun mussten wir unsere Canterbury Bell ja auch wieder flott kriegen, was uns mit großer Mühe schließlich auch gelang. Zurück am Kormoranbaum vorbei durch den Carrigeen Cut ging's langsam wieder auf den Shannon, um an unser heutiges Ziel, nach Drumsna, zu kommen.

Entgegen den Infos aus dem "Shannon-Info"-Forum und der "Hello Captain" CD von Peter Kondler ist Drumsna schon eine Übernachtung wert. Der recht neue Anleger ist sehr ruhig, das Umfeld neu hergerichtet und auch im Ort sind Belebungstendenzen sichtbar. Von der Kunststofffabrik in unmittelbarer Nachbarschaft haben wir nichts gehört oder gerochen.
Jedenfalls war es ein recht gemütlicher Abend, Manfred packte seine Mundharmonika aus und spielte einige Lieder.

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(c) 2004, Stefan Kupner