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Abenteuer Bootsurlaub - 10 Tage auf dem Shannon
von Stefan Winkler

Bei unserer Ankunft in Dublin wartet bereits der Chauffeur für den 2-stündigen Transfer zur Marina. Es regnet. Bei der Ankunft in der Marina werden unsere beiden Kinder sofort zum Anpassen der Schwimmwesten ins Büro geholt. Anschliessend fahren wir zum Boot und erhalten eine sehr gute und seriöse Einführung mit Probefahrt. An Bord sind auch die im voraus bestellten Lebensmittel bereits deponiert.

Die Nacht über bleiben wir nach einer weiteren Probefahrt auf eigene Faust durch die "Inner Lakes" noch in der Marina und fahren erst am nächsten Morgen los. Zuerst sollte es uns Richtung Süden führen. In Athlone müssen wir eine erste Schleuse passieren. Der erste Stress geht los. Aber wir meistern diese Schwierigkeit ohne die befürchteten Probleme.

Später legen wir in Clonmacnoise an, essen zu Mittag und besuchen die Klosterruine. Ein Besuch wert. In der Zwischenzeit ist es auch schön geworden, und dieses schöne Wetter sollte uns mit Ausnahme eines Tages die ganze Reise über begleiten. Einfach super!


Die Basis von Waveline Cruisers

Am späteren Nachmittag fahren wir weiter Richtung Shannonbridge, wo aber alles schon belegt ist. In einem kleinen Seitenkanal direkt vor dem Kraftwerk finden wir aber dann einen Platz zum anlegen. Es ist sehr idyllisch. Am Morgen fahren wir zurück an das Pier von Shannonbridge, nehmen eine Dusche und finden einen Iren, der uns nach Blackwater fährt, um den Torfabbau näher kennenzulernen. Erst spät kommen wir nach Shannonbridge zurück, und so bleiben wir eine weitere Nacht.

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Süden Richtung Portumna. Vor der Brücke müssen wir warten, bis diese geöffnet wird. An Deck nehmen wir unser Mittagsmahl zu uns und geniessen das Sonnenbaden. Später passieren wir die Brücke und erreichen schon bald Portumna Castle Harbour. Ein sehr romantischer und ruhiger Hafen. In der Stadt kaufen wir ein und flanieren durch den schönen Wald. Am nächsten Morgen fahren wir auf Empfehlung eines Bootsnachbarn nach Terryglass. Sehr schöner kleiner Ort mit Bilderbuchpubs.

Am Nachmittag geht es wieder zurück und wir übernachten in Banagher. Dieser Hafen ist aber alles andere als einladend. die Duschen sind kaputt, deshalb halten wir am nächsten Morgen nochmals kurz in Shannonbridge, bevor wir weiter nach Athlone fahren. Dort bleiben wir über Nacht und besuchen das Castle, die Kirche und einen Burger King.

Erst gegen Mittag legen wir ab und steuern die Hodson Bay an. Später kehren wir zur Waveline Basis zurück. hier geben wir die Fahrräder ab, die wir eine Woche lang umsonst mitgeschleppt haben. Am Abend geniessen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang und spielen an Deck, wie die letzten Abende auch, mit den Kindern Karten (Canasta).

Der nächste Tag soll uns nun nach Norden bringen. Ein Insider hat uns einige Empfehlungen abgegeben.


Das Hodson Bay-Hotel

Wir überqueren den Lough Ree, der an diesem Tag sehr ruhig ist. Das Wetter ist schön und warm. Bei Boje 5-7 werden wir an Bord von einem Mückenschwarm heimgesucht. wir flüchten uns in das Boot, aber zu spät. Das Boot ist voll! In Lanesborough legen wir an und reinigen während einer Stunde erst mal das ganze Boot, von innen und aussen. nun haben wir Hunger, bevor wir endlich weiterfahren können. Wir wollen an diesem Tag noch bis Dromod. wir passieren eine Schleuse und eine Hebebrücke, erreichen Roosky, wo es von Booten nur so wimmelt. Erst am nächsten Tag sollten wir erfahren, dass die Shannon Rallye am laufen ist. In Dromod finden wir deshalb auch nur mit Mühe einen Anlegeplatz, Boote müssen gezogen und verschoben werden. Aber schliesslich ist alles ok. Am Abend treffen noch viele weitere Boote ein, die alle an bereits "parkierte" Boote andocken.

Am Morgen fahren wir weiter hoch und biegen dann nach links Richtung Kilglass ein. Nun erleben wir eine wunderschöne Fahrt durch schmale, schilfbewachsene Kanäle. In Kilglass legen wir kurz vor Mittag an und entschliessen, für den Rest des Tages zu bleiben. Es ist schön und warm. Am nächsten Morgen müssen wir langsam wieder an die Rückfahrt denken. Noch zwei Tage bleiben. Nun macht das schöne Wetter schlapp und Wind zieht auf. Wir wollen nach Portrunny im Lough Ree. Die Schleuse bei Roosky passieren wir problemlos, ein Boot von Emerald Star mit unvorteilhften Dimensionen (überdimensioniert) muss uns den Vortritt lassen, da es keinen Platz hat. Vor der nächsten Schleuse biegen wir dann aber nach links in einen Fluss ein, der uns in einer Schlaufe wieder zurück in den Shannon bringt. Ohne Schleuse geht es aber nicht, aber nur zwei Boote finden darin Platz.


Sonnenaufgang in den Inner Lakes

eiter dann bis bis nach Lanesborough geht alles gut. Aber nun erleben wir eine unruhige Fahrt und können uns lebhaft vorstellen, wie es sein könnte, wenn es mal richtig los geht. Erst gegen Abend erreichen wir den Hafen. Es regnet. Am nächsten morgen ist der ganze Spuk aber wieder vorbei. Der See ruhig, wir überqueren ihn problemlos. Allerdings halten wir von Boje 7-5 die Fenster und Türen geschlossen. Bei allen Booten die wir kreuzen, sehen wir die Besatzung wild um sich fuchteln. Es hat also immer noch Mücken. Bald erreichen wir die Marina von Waveline und geben unser Boot wohlbehalten zurück. Noch eine Nacht, dann ist das Abenteuer Bootsurlaub vorbei. Es war schön , wir geniessen nochmals einen letzten Sonnenuntergang und werden bestimmt wieder einmal so eine Reise unternehmen.
(c) 2001, Text: Stefan Winkler, Fotos: Stefan Kupner
Alle Rechte vorbehalten.


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(c) 2001, Stefan Kupner