Bei unserer
Ankunft in Dublin wartet bereits der Chauffeur für den 2-stündigen
Transfer zur Marina. Es regnet. Bei der Ankunft in der Marina werden
unsere beiden Kinder sofort zum Anpassen der Schwimmwesten ins Büro
geholt. Anschliessend fahren wir zum Boot und erhalten eine sehr
gute und seriöse Einführung mit Probefahrt. An Bord sind
auch die im voraus bestellten Lebensmittel bereits deponiert.
Die Nacht über
bleiben wir nach einer weiteren Probefahrt auf eigene Faust durch
die "Inner Lakes" noch in der Marina und fahren erst am
nächsten Morgen los. Zuerst sollte es uns Richtung Süden
führen. In Athlone müssen wir eine erste Schleuse passieren.
Der erste Stress geht los. Aber wir meistern diese Schwierigkeit
ohne die befürchteten Probleme.
Später
legen wir in Clonmacnoise an, essen zu Mittag und besuchen die Klosterruine.
Ein Besuch wert. In der Zwischenzeit ist es auch schön geworden,
und dieses schöne Wetter sollte uns mit Ausnahme eines Tages
die ganze Reise über begleiten. Einfach super!

Die Basis von Waveline Cruisers
Am späteren
Nachmittag fahren wir weiter Richtung Shannonbridge, wo aber alles
schon belegt ist. In einem kleinen Seitenkanal direkt vor dem Kraftwerk
finden wir aber dann einen Platz zum anlegen. Es ist sehr idyllisch.
Am Morgen fahren wir zurück an das Pier von Shannonbridge,
nehmen eine Dusche und finden einen Iren, der uns nach Blackwater
fährt, um den Torfabbau näher kennenzulernen. Erst spät
kommen wir nach Shannonbridge zurück, und so bleiben wir eine
weitere Nacht.
Am nächsten
Morgen geht es weiter nach Süden Richtung Portumna. Vor der
Brücke müssen wir warten, bis diese geöffnet wird.
An Deck nehmen wir unser Mittagsmahl zu uns und geniessen das Sonnenbaden.
Später passieren wir die Brücke und erreichen schon bald
Portumna Castle Harbour. Ein sehr romantischer und ruhiger Hafen.
In der Stadt kaufen wir ein und flanieren durch den schönen
Wald. Am nächsten Morgen fahren wir auf Empfehlung eines Bootsnachbarn
nach Terryglass. Sehr schöner kleiner Ort mit Bilderbuchpubs.
Am Nachmittag geht es wieder zurück und wir übernachten
in Banagher. Dieser Hafen ist aber alles andere als einladend. die
Duschen sind kaputt, deshalb halten wir am nächsten Morgen
nochmals kurz in Shannonbridge, bevor wir weiter nach Athlone fahren.
Dort bleiben wir über Nacht und besuchen das Castle, die Kirche
und einen Burger King.
Erst gegen Mittag
legen wir ab und steuern die Hodson Bay an. Später kehren wir
zur Waveline Basis zurück. hier geben wir die Fahrräder
ab, die wir eine Woche lang umsonst mitgeschleppt haben. Am Abend
geniessen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang und spielen
an Deck, wie die letzten Abende auch, mit den Kindern Karten (Canasta).
Der nächste
Tag soll uns nun nach Norden bringen. Ein Insider hat uns einige
Empfehlungen abgegeben.
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Das Hodson Bay-Hotel
Wir überqueren
den Lough Ree, der an diesem Tag sehr ruhig ist. Das Wetter ist
schön und warm. Bei Boje 5-7 werden wir an Bord von einem
Mückenschwarm heimgesucht. wir flüchten uns in das Boot,
aber zu spät. Das Boot ist voll! In Lanesborough legen wir
an und reinigen während einer Stunde erst mal das ganze Boot,
von innen und aussen. nun haben wir Hunger, bevor wir endlich
weiterfahren können. Wir wollen an diesem Tag noch bis Dromod.
wir passieren eine Schleuse und eine Hebebrücke, erreichen
Roosky, wo es von Booten nur so wimmelt. Erst am nächsten
Tag sollten wir erfahren, dass die Shannon Rallye am laufen ist.
In Dromod finden wir deshalb auch nur mit Mühe einen Anlegeplatz,
Boote müssen gezogen und verschoben werden. Aber schliesslich
ist alles ok. Am Abend treffen noch viele weitere Boote ein, die
alle an bereits "parkierte" Boote andocken.
Am Morgen
fahren wir weiter hoch und biegen dann nach links Richtung Kilglass
ein. Nun erleben wir eine wunderschöne Fahrt durch schmale,
schilfbewachsene Kanäle. In Kilglass legen wir kurz vor Mittag
an und entschliessen, für den Rest des Tages zu bleiben.
Es ist schön und warm. Am nächsten Morgen müssen
wir langsam wieder an die Rückfahrt denken. Noch zwei Tage
bleiben. Nun macht das schöne Wetter schlapp und Wind zieht
auf. Wir wollen nach Portrunny im Lough Ree. Die Schleuse bei
Roosky passieren wir problemlos, ein Boot von Emerald Star mit
unvorteilhften Dimensionen (überdimensioniert) muss uns den
Vortritt lassen, da es keinen Platz hat. Vor der nächsten
Schleuse biegen wir dann aber nach links in einen Fluss ein, der
uns in einer Schlaufe wieder zurück in den Shannon bringt.
Ohne Schleuse geht es aber nicht, aber nur zwei Boote finden darin
Platz.

Sonnenaufgang in den Inner Lakes
eiter dann bis
bis nach Lanesborough geht alles gut. Aber nun erleben wir eine
unruhige Fahrt und können uns lebhaft vorstellen, wie es sein
könnte, wenn es mal richtig los geht. Erst gegen Abend erreichen
wir den Hafen. Es regnet. Am nächsten morgen ist der ganze
Spuk aber wieder vorbei. Der See ruhig, wir überqueren ihn
problemlos. Allerdings halten wir von Boje 7-5 die Fenster und Türen
geschlossen. Bei allen Booten die wir kreuzen, sehen wir die Besatzung
wild um sich fuchteln. Es hat also immer noch Mücken. Bald
erreichen wir die Marina von Waveline und geben unser Boot wohlbehalten
zurück. Noch eine Nacht, dann ist das Abenteuer Bootsurlaub
vorbei. Es war schön , wir geniessen nochmals einen letzten
Sonnenuntergang und werden bestimmt wieder einmal so eine Reise
unternehmen.
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