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Es ist jetzt halb zwei, herrlicher Sonnenschein und absolute Ruhe,
sieht man einmal von der Entenfamilie ab, die bei dem Boot mit Recht
Eßbares vermutet. Auch Papa und Mama Schwan mit ihren vier
Jungen kommen angezuckelt. Petra erbarmt sich und holt zwei Scheiben
Brot.
Papa hat sich
eingecremt und die Piz-Buin-Stellung neben Mama eingenommen.
Werner steckt vorsichtig einen Fuß ins Wasser - brrr - ganz
schön kalt. Aber ein Indianer kennt keinen Schmerz, also rein
ins Vergnügen. Und dann kommt der Spruch, der ja kommen mußte:
Kommt auch ins Wasser, wenn man erst mal drin ist, ist es
gar nicht so kalt. Die Restfamilie ist da aber ganz anderer
Meinung. Lieber faul in der Sonne liegen und in einem Roman schmökern.

Wiesen am Kilglass Lough
Es ist bald
4 Uhr und Zeit für Teatime. Man hat zwar zwischendurch schon
ein paar Kekse und Scones verdrückt, aber teatime bleibt teatime.
Mama kocht Tee, Petra stellt Tassen, einige Kekse, Scones und Butter
auf den Tisch. Papa und Werner beraten die Möglichkeit eines
Pubbesuchs heute abend. Man verschiebt die Entscheidung auf später.
Inzwischen hat sich der Steg bevölkert. Mehrere Frauen mit
ihren Kindern sind plötzlich da. Während die Kinder im
Wasser tummeln (plötzlich traut sich auch Petra) und das Boot
als Sprungbrett mißbrauchen, machen die Frauen auf der kleinen
Wiese vor dem Steg Picknick. Man nimmt Verbindung auf und es stellt
sich heraus, daß dies die bevorzugte Badeanstalt der Jugend
von Kilglass und Strokestown ist.
Später
kommen noch einige Halbwüchsige mit einem schnellen Motorboot,
die den Mädchen zeigen, was man mit so einem Ding alles machen
kann. Natürlich besonders hohe Wellen. Und die Mädchen
zeigen sich erwartungsgemäß beeindruckt. Werner darf
auch mal mitfahren und ist begeistert.
Bald ist es
acht Uhr und Mama macht sich Gedanken über das Abendessen.Da
es immer noch sehr warm ist, gibt es Griechischen Bauernsalat.
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Der Kilglass
Lough
1 große
Salatgurke, 1 rote und 1 grüne Paprikaschote, 2 Tomaten,
2 Zwiebeln, 1Glas grüne Oliven (muß nicht sein), 1
Scheibe Schafskäse, 1 noblauchzehe, Öl, Essig, 1 TL
Senf, Pfeffer und Salz.
Dazu getoastetes Brown Bread mit der guten irischen Butter.
Es folgt angenehm
satte Müdigkeit. Die Frage Pub ja oder nein hat sich damit
erledigt, zumal man bis dahin eine halbe Stunde Fußweg vor
sich hätte, und auch noch den Hügel hinauf. Petra besteht
auf einige Runden Rommé. Vorher wollen die Männer
aber noch die Angel auswerfen, denn angeblich beißen
die Hechte am Abend am besten.
Nichts da
- erst sind sie mit dem Abwasch dran. Aber dann ins Dinghy und
den Lough hinab. Es beginnt schon zu dämmern als sie zurückkommen.
Mit dem erwarteten Erfolg: ...ich hatte schon einen am Haken,
aber .... Macht nichts, morgen klappt es bestimmt. Bei Kerzenschein
werden einige Runden Karten gespielt. Und dann kommt das Sandmännchen.
Petra will noch Duschen (das Wasser ist noch schön warm),
die anderen Drei gehen an Oberdeck, genießen die herrliche
Ruhe und bewundern den klaren Sternenhimmel. Werner macht den
abendlichen Check - Gas, Wasserpumpe, Kühlschrank. Es wird
noch geschmökert, doch schnell wird es ruhig im Boot- ja,
ja, die frische Luft.
It was a lovely
day - wasn´t it? Indeed, it was - und morgen soll es nach
Carrick gehen, da gibt es Pubs satt.
Naja, man wird sehen.

Wolken
über dem Kilglass Lough
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