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Reisebericht: Banagher - Lough Allen
von Kerstin Bastian
Reisezeit: 16.09.2000 - 30.09.2000
Boot: Kerry von Carrick Craft

Ankunft in Shannon:
Nach zweistündiger Verspätung endlich in Shannon angekommen, wartete schon ungeduldig unser Chauffeur von "Carrick Craft" sowie weitere zukünftige Captain's auf uns. Wie wir von den anderen erfahren haben, warteten Sie schon fast 1.5 Stunden auf uns (peinlich, peinlich).

Nach holprigen zwei Stunden im Bus, endlich in der Marina angekommen, wurden wir direkt in den Theorieraum verfrachtet, zur kurzen Einführung. Endlich durften wir unser Boot beziehen. Ein Angestellter unterwies uns kurz, zeigte uns wie die Toilette funktionierte, wo die Heizung ist und eine kurze Probefahrt wurde auch noch gemacht. So, der erste Tag war nun überstanden. Aufgrund unserer Verspätung war es nicht mehr möglich am gleichen Tag auszulaufen. Die Koje wurde umgebaut und müde fielen wir in unser Doppelbett.

Endlich unterwegs:
Der Tag danach. Wir mussten unsere erste Erfahrung mit Kondenswasser im Boot machen. Da die Bettdecken die Wände berührten wurde das Kondenswasser durch die Decke aufgesogen. Was soll's. Aufgestanden - gefrühstückt - abgelegt.


Boot der Kerry-Klasse

Unser Weg sollte uns in der ersten Woche bis zum Lough Allen bringen. Überraschenderweise war die erste Schleuse kein Problem und das Anlegen gelang uns auch gut, obwohl wir nur zu zweit waren. Das Wetter war uns in der ersten Woche gut gesonnen. Mit braunen Häuptern konnten wir nach sieben Tagen zurück auf unseren Weg schauen. Das wohl Eindrücklichste war in der ersten Woche die Schleusen zum Lough Allen. Der Schleusenwärter hatte wirklich alle Hände voll zu tun, da er für alle Schleusen von Leitrim bis Loug Allen zuständig war. So konnte es auch geschehen, dass wir an einer Schleuse fast zwei Stunden auf ihn warten mussten. Unsere Wartezeit wurde durch Erfahrungsaustausch mit dem anderen Wartenden verkürzt.

Endlich im Loug Allen angekommen übernachteten wir das erste mal nicht in einem Hafen, sondern an einem Bootssteg in einer Bucht. Die Stimmung am Lough Allen ist unbeschreiblich. Man hat das Gefühl ein kleines Nichts zu sein,wenn die Wolken auf die Berge drücken. Aber das muss man schon selbst erlebt haben.

Der Weg zurück:

Unser Ziel war in der zweiten Woche vom Loug Allen bis zum Lough Derg zu fahren. Leider war das Wetter in der zweiten Woche sehr durchwachsen und auch ziemlich kühl. Nicht fehlen durfte natürlich der Besuch von Clonmacnoise. Schlussendlich hätten wir uns gewünscht, dies nicht getan zu haben.



Der Hafen von Banagher
(c) Walter Steinwender

Denn als wir zurückkamen war die Abdeckung des Bootes aufgeknöpft und unsere Anglertasche mit all unseren Angelutensilien wurde aus dem Stauraum unter den Sitzen gestohlen.

Am Lough Derg angekommen übernachteten wir in Mountshannon. Zu unserer Überraschung herrschte in der Nacht sowie am nächsten Tag bis Mittag ein ziemlich unbehagliches Wetter. Es stürmte dermassen, dass das Boot durchgeschüttelt wurde und unser Schlaf um einige Stunden verkürzt wurde. Am Nachmittag öffnete sich die Wolkendecke. Zeit für uns wieder zurück nach Banagher zu reisen. Nur war leider der Lough Derg nicht so friedlich, wie er aussah. Plötzlich trat wieder Wind auf und wir hatten alle Mühe, den Kurs zu halten und nicht zu kentern (unser Boot war nicht gerade geeignet für Seefahrten, wie wir feststellen mussten).

Fazit:
Kurz gesagt: trotz einigen Widrigkeiten werden wir sicher wieder nach Irland gehen und ein Boot mieten, vielleicht sogar schon dieses Jahr. Aber das nächste mal zahlen wir lieber ein wenig mehr für ein grösseres Boot, das hoffentlich besser zu fahren ist auf den Seen, als die Kerry Class.

Carrick Craft hat sich für uns viel Mühe gegeben. Weil wir die einzigen waren, die zum Shannon Airport transportiert werden mussten, hatten wir sozusagen einen "Privatchauffeur". So fuhren wir viel bequemer als bei der Ankunft in einem Mercedes zum Flughafen.


Klosterruine Clonmacnois

Beim Angeln waren wir auch einigermassen erfolgreich: 14 Hechte hatten wir gefangen, wobei natürlich 13 wieder in die Freiheit entlassen wurden und nur einer zu unserem Abendessen wurde.

Ich wünsche allen, die in Zukunft Bootsferien in Irland machen, einen gaaaanz schönen Urlaub und natürlich schönes Wetter und "Petri Heil".

(c) 2001, Text: Kerstin Bastian, Fotos: Stefan Kupner, Walter Steinwender
Alle Rechte vorbehalten.

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(c) 2001, Stefan Kupner