Ankunft
in Shannon:
Nach
zweistündiger Verspätung endlich in Shannon angekommen,
wartete schon ungeduldig unser Chauffeur von "Carrick Craft"
sowie weitere zukünftige Captain's auf uns. Wie wir von den
anderen erfahren haben, warteten Sie schon fast 1.5 Stunden auf
uns (peinlich, peinlich).
Nach holprigen
zwei Stunden im Bus, endlich in der Marina angekommen, wurden wir
direkt in den Theorieraum verfrachtet, zur kurzen Einführung.
Endlich durften wir unser Boot beziehen. Ein Angestellter unterwies
uns kurz, zeigte uns wie die Toilette funktionierte, wo die Heizung
ist und eine kurze Probefahrt wurde auch noch gemacht. So, der erste
Tag war nun überstanden. Aufgrund unserer Verspätung war
es nicht mehr möglich am gleichen Tag auszulaufen. Die Koje
wurde umgebaut und müde fielen wir in unser Doppelbett.
Endlich
unterwegs:
Der Tag
danach. Wir mussten unsere erste Erfahrung mit Kondenswasser im
Boot machen. Da die Bettdecken die Wände berührten wurde
das Kondenswasser durch die Decke aufgesogen. Was soll's. Aufgestanden
- gefrühstückt - abgelegt.

Boot der Kerry-Klasse
Unser Weg sollte
uns in der ersten Woche bis zum Lough Allen bringen. Überraschenderweise
war die erste Schleuse kein Problem und das Anlegen gelang uns auch
gut, obwohl wir nur zu zweit waren. Das Wetter war uns in der ersten
Woche gut gesonnen. Mit braunen Häuptern konnten wir nach sieben
Tagen zurück auf unseren Weg schauen. Das wohl Eindrücklichste
war in der ersten Woche die Schleusen zum Lough Allen. Der Schleusenwärter
hatte wirklich alle Hände voll zu tun, da er für alle
Schleusen von Leitrim bis Loug Allen zuständig war. So konnte es auch geschehen, dass
wir an einer Schleuse fast zwei Stunden auf ihn warten mussten.
Unsere Wartezeit wurde durch Erfahrungsaustausch mit dem anderen
Wartenden verkürzt.
Endlich im Loug
Allen angekommen übernachteten wir das erste mal nicht in einem
Hafen, sondern an einem Bootssteg in einer Bucht. Die Stimmung am
Lough Allen ist unbeschreiblich. Man hat das Gefühl ein kleines
Nichts zu sein,wenn die Wolken auf die Berge drücken. Aber
das muss man schon selbst erlebt haben.
Der
Weg zurück:
Unser Ziel war
in der zweiten Woche vom Loug Allen bis zum Lough Derg zu fahren.
Leider war das Wetter in der zweiten Woche sehr durchwachsen und
auch ziemlich kühl. Nicht fehlen durfte natürlich der
Besuch von Clonmacnoise. Schlussendlich hätten wir uns gewünscht,
dies nicht getan zu haben.
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Der
Hafen von Banagher
(c) Walter Steinwender
Denn als wir zurückkamen war die Abdeckung des Bootes aufgeknöpft
und unsere Anglertasche mit all unseren Angelutensilien wurde
aus dem Stauraum unter den Sitzen gestohlen.
Am
Lough Derg angekommen übernachteten wir in Mountshannon. Zu
unserer Überraschung herrschte in der Nacht sowie am nächsten
Tag bis Mittag ein ziemlich unbehagliches Wetter. Es stürmte
dermassen, dass das Boot durchgeschüttelt wurde und unser
Schlaf um einige Stunden verkürzt wurde. Am Nachmittag öffnete
sich die Wolkendecke. Zeit für uns wieder zurück nach
Banagher zu reisen. Nur war leider der Lough Derg nicht so friedlich,
wie er aussah. Plötzlich trat wieder Wind auf und wir hatten
alle Mühe, den Kurs zu halten und nicht zu kentern (unser
Boot war nicht gerade geeignet für Seefahrten, wie wir feststellen
mussten).
Fazit:
Kurz
gesagt: trotz einigen Widrigkeiten werden wir sicher wieder nach
Irland gehen und ein Boot mieten, vielleicht sogar schon dieses
Jahr. Aber das nächste mal zahlen wir lieber ein wenig mehr
für ein grösseres Boot, das hoffentlich besser zu fahren
ist auf den Seen, als die Kerry Class.
Carrick Craft
hat sich für uns viel Mühe gegeben. Weil wir die einzigen
waren, die zum Shannon Airport transportiert werden mussten, hatten
wir sozusagen einen "Privatchauffeur". So fuhren wir
viel bequemer als bei der Ankunft in einem Mercedes zum Flughafen.

Klosterruine Clonmacnois
Beim Angeln
waren wir auch einigermassen erfolgreich: 14 Hechte hatten wir
gefangen, wobei natürlich 13 wieder in die Freiheit entlassen
wurden und nur einer zu unserem Abendessen wurde.
Ich wünsche
allen, die in Zukunft Bootsferien in Irland machen, einen gaaaanz
schönen Urlaub und natürlich schönes Wetter und
"Petri Heil".
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