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"Irland: Shannon Tour 2000"
von Dieter Pinell

Rooskey 20.09.00:
Wir starten im schönsten Sonnenschein. Stevie meint, dass sein Schiff mit dem Sprit bis zum Ende der Reise auskommt. Die Tanke in Cootehall ist geschlossen. Wir fahren weiter nach Carrick, wo wir erstmal 100 l Diesel bunkern. Dann erkunden wir die Stadt. Danni und Stef@n lernen 'Fish & Chips' kennen, Martina und Holgi verspeisen eine Bachforelle und Dieter kauft sich 'ne Trommel. Dann werden noch die Teevorräte ergänzt und es geht weiter. Heute legen wir schon früh in Rooskey an. Während Ingo, Martina, Stefan und Dieter zu Fuss den Ort erkunden und dabei 'Kleiner Onkel' und einen selbstbewussten Golden Retriever kennen lernen, fahren Stevie und Andreas mit dem Beiboot zum Einkaufen. Dieter kocht und Tessy beschwert sich, dass es schon wieder Eier gibt. Dann geht es in den Pub. Zuerst gibt es Fußball, dann greift der Wirt zur Orgel und die Session beginnt. Nach und nach kommen immer mehr alte Damen und legen eine flotte Sohle aufs Parkett. Ingo wird dabei voll eingespannt. Christine meint, Ingo könnte ruhig etwas mehr haben. Dieter ahnt von all dem nix, denn der pennt schon seit 22:30...


Der Shannon bei Jamestown

Athlone 21.09.00:
Es regnet in Strömen und so manche Überraschung tritt beim Frühstück zu Tage. Direkt nach dem Ablegen geht es in die Schleuse von Rooskey. Stevie, Holgi, dann Stef@n fahren stromabwärts aus der Schleuse. Während die Steuermänner Vollgas geben, schaut Dieter nochmal nach hinten und sieht einige Meter zurück ein ihm wohlbekanntes Beiboot dümpeln. So kommen nun auch Tessy, Dieter und Stef@n zu ihrem Mann-über-Bord-Manöver, wobei Tessy nur mit Mühe davon abgebracht werden kann, die Sache wörtlich zu nehmen. Am späten Vormittag lichten sich die Wolken und machen strahlendem Sonnenschein Platz. An der Brücke und Schleuse von Tarmonbarry verlieren wir fast 2 Stunden, da der Schleusenwärter Mittag macht. Kurz vor Lanesborough machen Stefan und Dieter Jagd auf Eisenbahnzüge.


Clonmacnois

Unser Kommandoschiff, die "Orchid", dümpelt ab Lanesborough nur noch mit 2/3-Kraft vor uns her über das Lough Ree. Tja, wer wegen ein paar Pence Preisunterschied das rechtzeitige Nachtanken bewusst auslässt..... Ingo geleitet Stevie noch bis zur Hafeneinfahrt nach Glassan, dann folgt er Dieters Crew nach Athlone. In Athlone gibt es zuerst Fish&Chips, dann geht's in den Pub.

Glassan 22.09.00:
Im Morgengrauen kriechen die ersten gegen 9 Uhr aus den Kojen. Wie immer ist die Hälfte der Mannschaft noch zu nichts zu gebrauchen. Dieter geht Wasser bunkern und Brötchenholen und Stefan checkt den Motor. Dann gibt Dieter ein morgentliches Konzert und alle sind wach! Nach kurzem Frühstück legen wir ab und erreichen gerade noch die Schleuse von Athlone, bevor die Tore schliessen. Holgi muss draussen bleiben und Stevie ist auch noch nicht da. Im strahlensten Sonnenschein erreichen wir so die mittelalterliche Klosterstadt Clonmacnoise etwa 30 Minuten früher als die beiden anderen Schiffe. Gegen 14 Uhr geht es zurück nach Athlone, wo wir noch eine Einkaufspause einlegen. Um 18 Uhr erreichen wir Glassan, den Heimathafen und Endpunkt des Bootsurlaubs. Tanken, Übergabe des Schiffes, Packen, Putzen und Aufräumen sind angesagt. Dieser letzte Abend endet auf der "Purple Loosestrife", wo wir die letzten Guinness- und Smithwick's-Vorräte vernichten.


Quigley's Marina

(c) 2000, Text: Dieter Pinell, Fotos: Dieter Pinell, Stefan Kupner.
Alle Rechte vorbehalten.


Wer bis hier noch nicht genug hat findet weitere interessante Details dieser Reise in Dieter's ultimativem Irland-Lexikon (Der Seefahrer-Report Teil 1 - von den Erlebnissen, eine freie Kabine zu finden...).

Ein kleiner Auszug daraus:

Brückenmanöver:
Wenn es die heldenhafte und todesmutige Besatzung der Dandelion nicht gegeben hatte, würde die Besatzung der "Purple Loosestrife" wahrscheinlich immer noch vor der Hebebrücke von Rooskey darauf warten, dass der Brückenwärter kommt. Stefan D.: "Ein Anlegemanöver ganz kurz vor der Brücke von Roosky gab mir zumindest Rätsel auf. Wolltet ihr etwa die Brücke erst dann rammen, wenn wir mit der Dandelion durchgefahren sind? Oder wartetet ihr etwa auf Niedrigwasser, auch Ebbe genannt?


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(c) 2000, Stefan Kupner