|
Hinweise
zur Navigation:
|
Ein wichtiger
Hinweis vorweg: Diese Erläuterungen ersetzen nicht die auf
den Booten befindlichen Informationen, sondern sollen nur eine
Ergänzung darstellen und einige Problembereiche beschreiben.
Da sich die Verhältnisse schnell ändern können,
bitte immer vor Ort nachfragen und die Hinweise der Vermieter
beachten!
Generell gibt es auf dem Shannon folgende Markierungssysteme:
|
Das
Shannon-System: |

 |
Auf dem Shannon, einschließlich dem River Boyle und dem Lough
Key markieren rote und grüne Bojen oder Tonnen das Fahrwasser.
Dabei gelten folgende Regeln: Bei Fahrt flußaufwärts und
beim Einfahren in Buchten oder Häfen müssen die roten Bojen
links, die grünen rechts liegen. Bei Fahrt flußabwärts,
bzw. beim Verlassen von Buchten oder Häfen rot rechts und grün
links. |
Das
Erne-System: |
|
Im
Erne-Gebiet gilt ein anderes Sysytem: Die Bojen müssen immer
auf der weißen Seite passiert werden. Generell ist es zu empfehlen
ausreichend Sicherheitsabstand zu halten, da die Fahrwassermarkierungen
durch Wind oder Strömung abtreiben können. |
Markierung
von Untiefen: |
|
Diese
Markierung wird innerhalb des Fahrwassers benutzt, um Untiefen zu
kennzeichnen. Diese können mit genügend Abstand auf beiden
Seiten passiert werden. Wenn sich zwei dieser Markierungen dicht zusammen
befinden, auf keinen Fall zwischen ihnen hindurchfahren! |
Allgemeine
Hinweise und Vorfahrtsregeln: |
An
einigen Stellen gelten Geschwindigkeitsbeschränkungen, die meistens
durch kleine Schilder angekündigt werden. Besonders langsam fahren
sollte man beim Passieren von anderen Booten, Anglern oder beim Ein-
und Ausfahren in Schleusen. Das ist nicht nur ein Gebot der Höflichkeit,
sondern verhindert auch Beschädigungen oder sogar Verletzungen.
Wer schon mal in der Küche von der Bugwelle eines zu schnellen
Bootes erwischt wurde, weiß wovon ich rede.
Vorfahrt: Generell wird auf dem Shannon rechts gefahren und links
überholt (also anders als auf der Straße). Segelboote,
Berufsschiffahrt (selten) und von rechts kommende Boote haben Vorfahrt.
Ebenso an Brücken und Engstellen Boote, die flußabwärts
fahren. |
Brücken: |
Beim
Passieren von Brücken darf immer nur der markierte Brückenbogen
benutzt werden. Bei der Anfahrt extrem vorsichtig sein und mit Strömung
rechnen. Bei den Hubbrücken von Tarmonbarry und Roosky auf ausreichende
Höhe achten. Für größere Boote müssen diese
Brücken fast bei jedem Wasserstand geöffnet werden. Beim
geringsten Zweifel den jeweiligen Schleusenwärter kontaktieren
(diese öffnen auch die Brücken) und die nötigen Informationen
einholen. In Roosky befindet sich zu diesem Zweck oberhalb der Brücke
ein Telefon auf einem schwimmenden Anleger im Fluß. Portumna
Bridge muß für alle Boote geöffnet werden, was zu
festen Zeiten mehrmals täglich passiert. |
Große
Seen (Lough Derg, Lough Ree): |
Bei
starkem Wind können die großen Seen für die eher schwach
motorisierten Mietboote gefährlich werden. Bei unsicherem Wetter
immer vor Ort erkundigen, ob die Überfahrt sicher möglich
ist und möglichst im Konvoi mit anderen Booten fahren. Dabei
jedoch nicht auf die Navigation anderer Boote verlasssen, sondern
immer selbst Karte und Kurs im Auge behalten. Immer auf die Bojen
vor und hinter dem Boot achten, damit man nicht von Wind und
Strömung aus dem sicheren Fahrwasser abgetrieben wird. Bei Nebel
sollte man auf eine Überfahrt auf jeden Fall verzichten. Auf
dem Wasser ist die Sicht in der Regel schlechter, als am Ufer. Hinweise
auf Untiefen in den Navigationskarten sollte man ebenfalls ernstnehmen,
je nach Wasserstand befinden sie sich nämlich knapp unter der
Wasseroberfläche und sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen.
|
Schleusen:
|
Vor
der Einfahrt in eine Schleuse sollte man auf ein entsprechendes Zeichen
vom Schleusenwärter warten, auch wenn die Tore geöffnet
sind. An einigen Schleusen gibt es zu diesem Zweck auch Ampeln. Bei
der Einfahrt langsam und vorsichtig fahren, damit man nicht plötzlich
quer in der Schleuse liegt und dort anlegen, wo es der Schleusenwärter
anzeigt. Auf das Dinghy achten, insbesondere wenn hinter einem weitere
Boote in die Schleuse einfahren. Die Leinen zum Festmachen gibt man
an den Schleusenwärter, der führt diese um einen Poller
und gibt das freie Ende an Bord zurück. Beim Abwärtsschleusen
darf man diese auf keinen Fall am Boot festmachen, da sich das Boot
bei sinkendem Wasserstand an seinen eigenen Leinen aufhängen
würde. Dadurch kann es zu schweren Unfällen kommen, wobei
ausgebrochene Klampen noch das geringste Problem sind. Man sollte
die freien Enden daher immer in der Hand behalten und darauf achten,
daß das Boot an seinem Platz liegenbleibt. Durch das ein- oder
ausströmende Wasser herrscht nämlich während des Schleusens
eine mehr oder minder starke Strömung in der Schleusenkammer.
Bei manuell betriebenen Schleusentoren darf man gerne beim Öffnen
und Schließen der Tore helfen und sich dabei auch gleich ein
wenig mit dem Schleusenwärter unterhalten. |
[Home] [Shannon-Infos] [Kontakt]
(c) 2000, Stefan Kupner
|